Kreis Cloppenburg Auch der Kreisverband Cloppenburg im Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) hat sich im Zuge der derzeitigen öffentlichen Debatte in seinem Gremien intensiv mit der dem Eklat um das Gedicht des Löninger Politikers Ulf Dunkel (Bündnis 90/Die Grünen) zur Beschneidung (die NWZ  berichtete) auseinander gesetzt. Das erklärt die heimische DKSB-Vorsitzende Dr. Irmtraud Kannen (Cloppenburg) in einer Pressemitteilung.

In diesem Zusammenhang verweist Kannen auch auf eine offizielle DKSB-Stellungnahme. Sie kann auf der „Homepage“ der Vereinigung in allen Details nachgelesen werden.

Zu den wesentlichen Gedanken des Papieres gehören unter anderem, so betont sie, die Notwendigkeit „einer Diskussion mit Juden und Muslimen über die Notwendigkeit von Beschneidungen und deren Bedeutung für eine Aufnahme in die Religionsgemeinschaft“ sowie die Verdeutlichung, dass sich „der Deutsche Kinderschutzbund von Stigmatisierungen und Abwertungen aufgrund religiöser Zugehörigkeit abgrenzt.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Grundrechte des Kindes

Darüber hinaus gelte es auch, bei der Beurteilung „eine Verständigung über das Verhältnis des Grundrechts auf Freiheit der Religionsausübung und dem Grundrecht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit“ zu erzielen. Gerade diesem Punkt misst Kannen eine besondere Bedeutung zu.

Weiterhin weist sie beispielsweise darauf hin, dass sich der Kinderschutzbund dafür einsetzt, „dass medizinisch nicht notwendige Eingriffe in den Körper eines Kindes unterbleiben“. Das gelte, ganz besonders, auch für die Beschneidung. Daher appelliere der DKSB an alle Mütter und Väter, zu prüfen, ob die Beschneidung, in die Säuglinge und junge Kinder nicht einwilligen könnten, verzichtbar sei.

Mindestanforderungen

„Trotz der kritischen Haltung des DKSB gegenüber medizinisch nicht indizierter Beschneidung“, so erklärt Kannen weiter, „unterstützt der Verband die vom Ethikrat formulierten Mindestanforderungen“ an dieser religiösen Tradition. Dazu gehört, neben „der fachgerechten Durchführung des Eingriffs“ und einer „umfassenden Aufklärung sowie der Einwilligung des Sorgeberechtigten“, auch eine „qualifizierte Schmerzbehandlung“.


Mehr Informationen auch unter   www.dksb.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.