HARKEBRüGGE Wenn am kommenden Freitagmorgen um 6 Uhr rund 240 Bewohner der Ortschaft Harkebrügge die Busse besteigen, um am Abend in Berlin die Silbermedaille im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in Empfang zu nehmen, hat Dorfwirtin Anita Frey schon kräftig geschwitzt. Sie lädt die Berlinfahrer ab 9 Uhr in ihren Gasthof Block in der Ortsmitte zum Frühstück mit Rührei, Toast und Kaffee ein.

Georg Eilers ist Vorsitzender des Aktiv-Kreises Harkebrügge und hat die Fahrt in die Bundeshauptstadt gemeinsam mit seinen Mitstreitern organisiert: „Das ist eine gute Aktion von Anita Frey. Wir starten dann mit einem guten Gefühl nach Berlin.“ Eilers ist froh, dass die Beteiligung im Dorf so groß ist. Fast jede Familie aus Harkebrügge ist beteiligt. Und natürlich sind die vielen örtlichen Vereine dabei.

Heiner Block lebt in Harkebrügge und ist stellvertretender Leiter des Hegerings Barßel. Die Jägerschaft ist ebenfalls dabei, wenn in Berlin die Leistungen der Dorfgemeinschaft gewürdigt werden. Heiner Block gegenüber der NWZ : „Die Stimmung in der Jägerschaft und im Dorf Harkebrügge ist sehr gut. Wir freuen uns alle auf die Feierstunde im Kongresszentrum.“ Der Hegering habe wegen der Fahrt nach Berlin eigens seine eigentlich für das kommende Wochenende geplante Taubenjagd um eine Woche verschoben. Heiner Block: „Ich erwarte in Berlin ein großes Fest.“

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Mit auf den Weg nach Berlin machen sich auch die Landfrauen, die Landjugend, die Kolpingfamilie, der Schützenverein oder der Sportverein Harkebrügge. Begleitet wird die große Reisegruppe auch vom örtlichen Musikverein. Dessen Vorsitzender Jan Block sagt: „Wir sind mit 23 Musikerinnen und Musikern dabei und wollen natürlich in Berlin auch unser musikalisches Können zum Besten geben.“ Den Dirigentenstab wird dann der stellvertretende Dirigent Christian Meyer führen, da Dirigent Ralf Mahler nicht mitfahren kann. Auch unter den mitfahrenden Musikern ist die Stimmung gut. Jan Block: „Wir sind alle schon sehr aufgeregt.“

Die Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung des Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ beginnt am Freitag um 15.30 Uhr im Kongresszentrum auf der Grünen Woche in Berlin. Dort wird Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) die Siegermedaillen an die erfolgreichen Dörfer überreichen. Die Reisegruppe aus Harkebrügge besucht dann am Sonnabend die Grüne Woche und kehrt am Sonntag zurück.

Josef Moorbrink aus Thüle erinnert sich gerne an die große Feierstunde im Berliner Kongresszentrum. Als Vorsitzender des Heimatvereins Thüle organisierte er damals die Fahrt von 150 Thülern zur Verleihung der Goldmedaille im Berliner Kongresszentrum. Der neue Musikverein Thüle begleitete die große Gruppe. Mit dabei waren der damalige Bürgermeister Heinrich Niehaus, Landrat Georg Bührmann und sein Stellvertreter Hans Roter. Georg Bührmann und Hans Roter sind inzwischen verstorben. Thüle wurde damals als letzte Ortschaft aus dem Nordkreis Cloppenburg im Bundeswettbewerb der Dörfer ausgezeichnet. Josef Moorbrink: „Das war für uns ein großer Erfolg nach 14 Jahren harter Arbeit. Jede Familie aus Thüle war bei der Reise nach Berlin dabei.“ Der Dorfwettbewerb und der Erfolg Thüles hätten im Ort das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Gemeinschaft geformt und gestärkt und wirke bis heute nach, blickt Josef Moorbrink nach 25 Jahren positiv zurück. Besonders gut erinnert sich Moorbrink an den Auftritt des Thüler Musikvereins. Der musste nämlich seine Instrumente in das Berliner Kongresszentrum einschmuggeln, auch die große Tuba. Sehr zur Überraschung der gut 4000 Gäste intonierte der Musikverein dann während der Überreichung der Goldmedaille durch den damaligen Bundeslandwirtschaftsminister Ignaz Kiechle (CSU) die Oldenburger Landeshymne („Heil dir o Oldenburg“). Moorbrink: „Das Lied kannte der Bayer Kiechle nicht.“ Übrigens: Die Thüler Goldmedaille hat seit Jahren einen festen Platz im Dorf: Sie hat einen Ehrenplatz an der Wand im Vereinsheim an der Kirchstraße.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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