Elisabethfehn „Arbeiten volkstümlicher Malerei“ heißt die neue Sonderausstellung im Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn, die am kommenden Sonntag, 7. August, eröffnet wird. Sie zeigt Bilder von Bernhard Hinrichs, einem Maler aus Barßelermoor, der 2002 verstarb. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit Lea Vernholz, Xinwei Ge, Andrea Schlicht, Myrjam Hein, Vevatera Kandjii, Hannah Schelly und Maike Tönjes erarbeitet.

Orte früher und heute

Die sieben jungen Frauen sind – wie berichtet – Studentinnen des Masterstudiengangs „Museum und Ausstellung“ an der Universität Oldenburg, einem Kooperationspartner des Museums. Unterstützt wurden sie auch von der wissenschaftlichen Mitarbeiterin des Museums, Franziska Scholl.

Schaubacken am Sonntag

An den Backtagen auf dem Gelände des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn an der Oldenburger Straße 1 können Interessierte unter anderem erfahren, wie man früher, als es bei uns noch keinen Strom gab, Brot gebacken hat. Am Sonntag, 7. August, findet das nächste Schaubacken im dortigen Saterländer Steinbackofen statt. Ab 8 Uhr kommen die ersten Brote in den Ofen. Ab 11 Uhr werden die frischen Brote zum Verkauf angeboten.

Schaulustige können unter anderem dabei zusehen, wie der Bäcker verschiedene Teigsorten herstellt. Gebacken werden unter anderem Melk- und Korinthstutjes. Neu im Programm ist das „Lüttje Schwatte“, ein Schwarzbrot.

Wie Museumsleiterin Antje Hoffmann sagte, habe man bereits drei Bilder von Hinrichs gehabt, 25 weitere habe seine Tochter Sefi Haskamp der Einrichtung zukommen lassen. Zudem gab es weitere Schenkungen von Privatleuten, vom Landkreis und vom Bürger- und Heimatverein. So werden gut 50 Bilder gezeigt. Diese seien aussagekräftige Zeitdokumente, so Hoffmann.

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Mit 14 Jahren startete Autodidakt Hinrichs auf der Galiot „Elisabeth“ von Meinhard Hoffmann seine Ausbildung als Schiffsjunge. Dieses Schiff hat er gleich mehrfach gemalt. Es sind Schiffe zu sehen, auf denen er selbst gefahren ist, und welche von Barßeler Kapitänen. Auch ein Bild von der Tjalk Jantina ist dabei. „Wir haben es extra am Fenster positioniert, weil die Tjalk draußen auf dem Kanal zu sehen ist“, sagt Schlicht. Gleiches gilt für ein Gemälde von den Klappbrücken.

Als Pensionär fing Hinrichs an, den Ort Barßel zu malen. So können in der Ausstellung zum Beispiel Bilder vom Hafen oder der Mühle betrachtet werden. Teilweise sind neben den alten Ortsansichten Fotos der heutigen zu sehen. Historische Postkarten aus dem Archiv des Bürger- und Heimatvereins Barßel ergänzen die Ausstellung. Auch wenige Landschaftsbilder sind dabei. Ein Schiffsporträt hat Hinrichs Neffe Albert van de Ploeg gemalt.

Interaktive Stationen

Erwähnenswert sind auch die interaktiven Stationen für Besucher. So können sie probieren, ein Muttschiff nachzumalen. Und neben einem Foto, das Hinrichs in früheren Jahren mit seinen Enkeln zeigt, können sie sich schriftlich zu den Bildern zu äußern.

Für die Vorbereitung hatten die Studentinnen neun Montage Zeit. Sie haben sich an der Auswahl der Bilder beteiligt und intensive Forschungsarbeit betrieben. So erzählt die Ausstellung auch vom Leben Hinrichs, seiner Motivation, zu malen, und zeigt persönliche Dokumente. Zudem wurden seine Töchter Sefi Haskamp und Beate Brosig interviewt. Auch mit der Gliederung in Themenbereiche haben sich die Studentinnen beschäftigt sowie mit dem Verfassen von Infotexten.

 Eröffnet wird die Ausstellung am Sonntag um 11.15 Uhr. Die Begrüßung nimmt Antje Hoffmann vor. Eine Einführung gibt Hans Eveslage, 1. Vorsitzender des Fördervereins des Museums. Lukas Aufgebauer (Museumsdorf Cloppenburg/Niedersächsisches Freilichtmuseum) hält einen Vortrag über „Kunst und Heimat: Eine Suche nach Identität, Nostalgie und Tradition“. Danach führt Andrea Schlicht durch die Ausstellung, die dann noch bis zum 31. Oktober zu sehen ist.


Mehr Infos unter   www.fehnmuseum.de 
Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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