CLOPPENBURG Karsten Weidisch, einer von zwei Kaplänen in der Cloppenburger Stadtgemeinde St. Andreas, ist am Sonntag in St. Josef verabschiedet worden. Nach rund drei Jahren wechselt er zum 1. September – wie berichtet – als Pfarrer nach Emmerich. Dass die Beziehung zu jungen Menschen sein „Herzblut“ sei, dass er mit einer ansteckenden und verständlichen Sprache sowie zeitgemäßen Zeichen und Symbolen Jugendlichen den Glauben an Jesus Christus nahebringen könne – das alles sei am Sonntagabend zu spüren gewesen, hieß es seitens der Gemeinde.

Im Jugendgottesdienst in der voll besetzten Kirche machte der Kaplan deutlich, worum es ihm immer geht: die Freundschaft mit Jesus Christus. „Macht weiter damit, an dieser Freundschaft zu bauen!“, ermunterte er seine Zuhörer.

Beim anschließenden Empfang im Pfarrzentrum verabschiedeten sich zahlreiche Gruppen, Verbände, aber auch Einzelpersonen von Weidisch. Seelsorgeratsvorsitzender Paul Böckmann betonte, wie oft der Kaplan seine Zuhörer in Erstaunen versetzt habe, nicht nur wegen seiner bunten Messgewänder, sondern wegen seiner spontanen und lebendigen Sprache.

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Der ebenfalls demnächst scheidende Dechant Hartmut Niehues hob hervor, dass die Arbeit Weidischs in wahrstem Sinne „unermüdlich“ gewesen sei. Er wünschte seinem einstigen „WG-Mitbewohner“ im alten Pfarrhaus St. Josef, dass er auch einmal abspannen könne und überreichte im Namen der Gemeinde eine Sitzbank für den neuen Garten in Emmerich. Allerdings, so Niehues, seien schon Überlegungen angestellt worden, dass der künftige Pfarrer in Emmerich auf der Bank fest gebunden werden müsse, sonst komme er doch nicht zum Ausruhen.

Die Marienschule, die Messdiener aller vier Gemeindeteile und der Jugendliturgiekreis bedankten sich für viele neue und lebendige Impulse aus der Arbeit von Weidisch. „Predigten können so langweilig sein. Aber Du hast es immer wieder geschafft, junge Leute in den Gottesdiensten anzusprechen und zu erreichen. Das ist schon eine Kunst“, sagte der Vertreter der Messdiener.

Die beiden Vertreter der Kolpingfamilien Emstekerfeld und Cloppenburg, Anne Vorwerk und Martin Gövert, bedankten sich für die intensive und gute Zusammenarbeit.

Auch Weidischs Kollegen aus dem Pastoralteam sagten mit einer Schubkarre, vielen nützlichen Gartengeräten und einer Tafel Schokolade ade. Ein Mitglied des Kirchenchores St. Josef hatte ein Gedicht verfasst, das die Vorsitzende Theresia Klinke vorlas. Dieses war so etwas wie eine Zusammenfassung des „Lebensprogramms“ von Weidisch: Es heißt da, dass Denkverbote in der Kirche von gestern sind, dass es darauf ankommt, eine neue Kultur des echten Gesprächs miteinander zu pflegen, dass die eigene Meinung deutlich zum Ausdruck gebracht werden muss, ohne bewusst zu verletzen.

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