FRIESOYTHE Die Schultaschen konnten zu Hause bleiben: Lesen, Rechnen und Schreiben war für einige Tage an der Marienschule in Friesoythe verpönt. Zum Jubiläum „700 Jahre Stadt Friesoythe“ wurde unter der Überschrift „Schule und das Leben früher“ eine Projektwoche durchgeführt. Das erste und zweite Schuljahr übten Volkstänze in selbst gefertigten „Holzschuhen“ aus Pappmaché ein, zudem bastelten die Schüler Steckenpferde und Pompoms für den Verkauf.

Beim Einüben der Tänze hatten sich die Schüler kompetente Hilfe geholt, Mitgliedern der Volkstanzgruppe Ellerbrock übten mit ihnen. Für die musikalische Begleitung beim „Danz up de Deel“ sorgte Volksmusikant Alfons Lübbers mit der Handharmonika. Wer die Schule während der Projektwoche betrat, dem stiegen wohlriechende Düfte in die Nase, denn es wurde fleißig gekocht und gebacken.

Eine Projektgruppe pflückte Erdbeeren zur Herstellung von Marmelade. Dabei hatte man Glück, die süßen Früchte wurden vom Landwirt gesponsert. Eine andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Thema „Moor“ und zeigte in einer Ausstellung die Entwicklung des Moores, die Vielfalt der hier lebenden Pflanzen und Tiere sowie die Nutzung durch den Menschen vom Torfgraben bis zum Anbau von Buchweizen. Aus dem Mehl backten die Schüler die noch heute beliebten Buchweizenpfannkuchen. In einem hergerichteten Klassenzimmer aus dem Jahr 1900 mit entsprechenden Schulbänken, Wandtafeln, Tintenfässern, Büchern und anderen Unterrichtsmaterialen wurde das Lernen früher demonstriert.

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Im Projekt Papierfärben und Sütterlinschrift wurden von den Schülern Hefte mit Heimatgeschichten, Gedichten, Volksliedern, Rezepten und Bauernregeln herausgegeben. Unter der Überschrift: „Vom Schaf zur Wolle“ wurde über die früher weit verbreitete Schafzucht informiert. Es wurde gezeigt, wie Wolle mittels Rotkohl gefärbt wird und aus der gefärbte Wolle beim Filzen Bälle und Figuren hergestellt werden. Zum Abschluss stellten die Kinder ihren Eltern die Projekte vor.

Die Theater AG unter der Leitung von Marlene Lübbers und Nina Ahmann führte das Musical „Die fantastischen Abenteuer des kleinen Qualmi“ auf. Qualmi will kein böser, Feuer speiender Drachen werden und flüchtet deshalb mit seinem Freund Gasor aus dem Drachenland, dabei erleben sie viele Abenteuer. Gasor kommt sogar in Gefangenschaft. Er kann aber von Qualmi und guten Menschenfreunden befreit werden. Das Stück zeigt, wie wichtig Freundschaften sind und dass sich das Gute am Ende auszahlt. Es gab nicht nur eine Aufführung für die Eltern, sondern auch eine Vorstellung für die Freunde von der Ludgeri-Schule. Jedes Mal gab es viel Beifall. Den erhielten auch die „Volkstänzer“ und viel Lob gab es für die Bastler und Köche. Die Bastelarbeiten, die selbst gefertigte Marmelade und die frischgebackenen Buchweizenpfannkuchen mit den Speckscheiben oder Marmelade fanden reißenden Absatz. Zudem gab es beim Elternbesuch Erfrischungsgetränke und Gegrilltes. Der Förderverein nutze den Abschlusstag zur

Werbung von Mitgliedern und war sehr erfolgreich, wie Vorsitzende Marlies Jender erklärt. Schulleiterin Ingrid Kreyenschmidt dankte Schülern, Eltern, die vielfach an den Projekten beteiligt waren, sowie Kollegen für ihr großartiges Engagement.

Diese NWZ-Serie erläutert unterschiedliche Themen in den Schulen und verfolgt, wie Lernziele umgesetzt werden.

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