Varrelbusch Dorfgeschichte lebendig machen: Was vielerorts nur eine Phrase ist, die nur sehr begrenzt mit Inhalt gefüllt ist, wird in Varrelbusch innerhalb von einem Jahr umgesetzt. „Bei der großen Dorfversammlung im letzten Jahr haben wir einen Hinweis auf den Wettbewerb ’Unser Dorf hat Zukunft’ bekommen und wir haben überlegt, wie wir mit wenigen Mitteln etwas für unser Dorf tun können“, berichtet Jens Buschermöhle von der Dorfgemeinschaft Varrelbusch.

Gemeinsam mit Hans Raker, Johannes Völkerding, Maik Alberding, Markus Hochgartz, Christian Kühling, Marco Wintermann, Ansgar Wilke und Isabelle Henken überlegte er, was umsetzbar wäre. „Wir waren uns schnell einig, dass das Wissen, das zu Jubiläen gesammelt und in Chroniken niedergeschrieben wird, häufig im Regal liegt“, sagt Buschermöhle.

Anliegen der Gruppe war es, dieses Wissen ansprechend zu präsentieren. So soll Besuchern sowie Dorfbewohnern die Geschichte des Dorfes näher gebracht werden und das historische Wissen erhalten bleiben.

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Dabei kam ihnen die Idee, an markanten Stellen QR-Codes aufzuhängen, die mit dem Smartphone gescannt werden können. Anschließend öffnet sich eine Internetseite, auf der wissenswerte Dinge über den Ort, geschichtliche Hintergründe zur Entstehung oder einfach lustige Anekdoten gesammelt sind.

„Besonders wichtig war es uns, die Entstehung der Straßennamen zu erklären. Denn die Straße zu den Staatsforsten heißt beispielsweise ,Zum Bahnhof’, obwohl hier gar kein Bahnhof ist“, erklärt Buschermöhle. Auch kurios anmutende Straßennamen wie Pämerhauk werden beim Öffnen der QR-Codes erklärt. An insgesamt 30 Stellen wurden die QR-Codes angebracht. „Zusätzlich zu den Straßenschildern haben wir die wichtigsten und ältesten Stellen ausgewählt, wie beispielsweise die Kirche, das Pfarrheim und die Turnhalle“, erklärt Buschermöhle.

So einfach, wie anfangs gedacht, war es jedoch nicht, den Ort mit QR-Codes auszustatten: „Die Informationen aus den Chroniken hatten wir relativ schnell zusammen. Doch dann kamen Fragen auf, wo überall ein Schild angebracht werden soll und wie diese gestaltet werden“, berichtet Buschermöhle. Auch die technische Umsetzung musste im Zuge des Projektes immer weiter optimiert werden.

Zudem hat das Projekt noch einen weiteren, technisch positiven Schritt mit sich gebracht. War der Internetempfang vorher an vielen Stellen eher mäßig, wurden nun einige WLAN-Hotspots aufgestellt, damit die Internetseiten auch problemlos und schnell abgerufen werden können. „Während der Umsetzung kamen uns immer neue Ideen, wir haben beispielsweise auch den Feldherrenhügel ausgeleuchtet“, sagt Buschermöhle.

Auch Flyer zur Erklärung der QR-Codes sowie Informationsschilder an fünf Stellen wurden aufgestellt. Auf jedem Code ist ebenfalls der Hinweis „Scan mich“ angebracht.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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