Frage: Herr Blase, mehr als 400 Konzerte haben Sie seit Dezember 1989 im Briefkasten organisiert. Am kommenden Sonnabend heißt es nun mit dem bereits ausverkauften Musikabend „Peter’s last Waltz“ Abschied nehmen. Bei Ihnen muss die Wehmut doch nun fast stündlich größer werden, oder?

Blase: Ich hatte viele Monate Zeit, mich mit dem Gedanken zu beschäftigen, die Sache für mich abzuschließen. Dennoch bin ich wehmütig, ich habe schließlich jede Menge Herzblut in die Projekte gesteckt . . .

Frage: ... womit Sie sich im Laufe der Jahre einen Namen in der regionalen Bluesszene und darüber hinaus gemacht haben . . .

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Blase: Blues ist eben meine Leidenschaft. Schlagerpartys, bei denen ab 24 Uhr auf den Tischen getanzt wird, gibt es bei mir nicht.

Frage: Werden Sie denn das Konzept des Briefkastens 1:1 auf den Kulturbahnhof übertragen?

Blase: Nein. Es wird künftig Konzerte jeglicher Couleur geben – und das einmal im Monat. Außerdem plane ich einen Abend in alter Tradition, bei dem gute Rockmusik aufgelegt wird. Darüber hinaus soll es an einem Sonntag im Monat einen Kulturbrunch mit einer Lesung oder einem Akustikkonzert geben. Andererseits wird es auch weiterhin beispielsweise Pogo-Partys geben, allerdings – wie bisher auch – nicht so häufig.

Frage: Kommen wir zu ihrer Arbeitsplatzbeschreibung. Was macht den künftigen Kulturbahnhof-Wirt Peter Blase aus?

Blase: Ich bin in Zukunft auch für die Organisation und die Logistik nicht nur in meiner Kneipe, sondern auch in dem großen Veranstaltungs- und Theatersaal zuständig. Ich werde künftig bis 21 Uhr hinter dem Tresen arbeiten, mir mit fast 62 Jahren aber nicht mehr die Nächte um die Ohren schlagen.

Frage: Die Deko-Gitarren aus dem Briefkasten sind schon abgebaut. Was wollen Sie sonst noch von der Bahnhof- an die Ladestraße mitnehmen?

Blase: Die freundliche, gemütliche und aggressionsfreie Atmosphäre. Und das fast familiäre Verhältnis zu meinen Thekenkräfte, von denen eine schon seit 28 Jahren bei mir arbeitet.

Frage: Sie selbst sind bereits seit 1977 im Geschäft, haben vor dem Briefkasten bereits den Dorfkrug, das Pogo und das Bebop am Standort Mühlenstraße betrieben. Was hat sich in der Gastronomie inzwischen verändert?

Blase: Die jungen Leute ticken heute anders als vor 20 Jahren. Heute muss alles schrill, laut und simpel sein.

Frage: Stichwort anders: Wie wird sich denn eigentlich die Einrichtung der Kulturbahnhof-Kneipe von der des Briefkastens unterscheiden?

Blase: Es wird eine Art Loftlook geben mit alten Ziegelsteinwänden und Säulen. Ich schaffe eine nagelneue Einrichtung an, alles wird moderner. Wenn ich mich wohlfühle, werden es auch meine Gäste tun, da bin ich mir sicher.

Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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