Cloppenburg Schule ist offenbar ein schnelllebiges Geschäft. Auf die Frage, was sie denn für ihr Bild für eine Schulnote bekommen habe, antwortet Inga gr. Burhoff, Neuntklässlerin am Gymnasium Liebfrauenschule (ULF), an diesem Dienstagmorgen mit Achselzucken doch etwas zögerlich: „Hmmm. Ich glaube, das war eine Zwei plus.“ Die Erinnerungslücken sind durchaus verständlich, hat sie das Bild mit den pinken, schwarzen und lilafarbenen Tänzerinnen doch bereits in der achten Klasse im Stil des Pop-Arts gemalt.

Die ULF-Kunstklassen der sechsten, achten und zwölften Jahrgangsstufe haben unter dem Titel „nach Werner Berges“ Nachbilder geschaffen, die in einem künstlerischen Dialog mit den Werken des bekannten Künstlers aus Cloppenburg stehen, dessen Werke noch bis zum 8. Januar kommenden Jahres in der Kunsthalle Cloppenburg an der Bahnhofstraße 82 zu sehen sind. „Die Schüler haben sich mit dem Werk von Werner Berges und der Pop Art auseinandergesetzt und eigene praktische Arbeiten nach dem Vorbild gestaltet“, sagte ULF-Kunstlehrer Bernard Hinrichsmeyer am Dienstagmorgen bei der Ausstellungseröffnung in der Caféteria des Cloppenburger Krankenhauses. Insgesamt 21 Werke der Schüler hatte Hinrichsmeyer für die Ausstellung ausgesucht.

„Werner Berges setzt sich in seiner Kunst mit dem in den Medien hemmungslos vermarkteten Menschenbild auseinander. Der Mensch verliert seine Individualität, seine Würde. Er wird zur Schablone“, ergänzte Dr. Martin Feltes, Vorsitzender des Kunstkreises.

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Das lässt sich auch auf dem Bild von Inga gr. Burhoff ganz klar nachvollziehen. Die Tänzerinnen unterscheiden sich nur in ihren Farben und ihren Körperhaltungen. Gesichter und besondere Merkmale haben sie keine.

Initiiert und gefördert wurde die Ausstellung von Dr. med. Martin Reuter, Chefarzt für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am St.-Josefs-Hospital. Und die Liebfrauenschule nimmt die Einladung offenbar immer wieder gerne an. Bereits zum achten Mal sind die ULFen mit einer Ausstellung in der Klinik vertreten.

Stichwort vertreten: Für die Familie Berges war Dr. Robert Berges senior dabei. Der Zahnarzt im Ruhestand ist ein Bruder des 1941 geborenen Künstlers und zehn Jahre älter als dieser.

An eines kann sich Schülerin Inga gr. Burhoff zum guten Schluss dann aber doch noch ganz gut erinnern. Das Bild zu malen, sei „nicht so besonders schwer gewesen“.


  kunstkreis-cloppenburg.de 
Carsten Mensing Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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