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Bösel Bolko Bullerdiek aus Hamburg ist der 20. Borsla-Preisträger von der Borsla Vereinigung für niederdeutsche Sprache und Literatur Bösel e.V.. In einer gut besuchten Feierstunde im Heimathuus überreichte Reinhard Lanfer von Borsla dem plattdeutschen Autor den mit 2000 Euro dotierten Preis.

„Der Borsla-Preis hat sich etabliert. Wir hatten Einsendungen aus dem ganzen plattdeutschen Bereich, sogar aus den Niederlanden“, sagte Lanfer. Schmunzelnd verglich er den Preis mit „einem Nobelpreis für plattdeutsche Literatur“.

Die Jury zeichnete mit dem Preis das Werk „Spleten ut uns Tied“ (Splitter unserer Zeit) aus. Die Laudatio hielt Jurymitglied Professor Dr. Eberhard Ockel aus Vechta. Das Werk von Bolko Bullerdiek enthalte vier Stücke – Bruchstücke des Erinnerns. Das erste Stück „Bi Sünnenünnergang“ erinnere an das vielfach grausame Schicksal der Migranten. „Bei dem Stück „Wi Paradise Mastaz“ wird an das Flüchtlingselend der Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg erinnert“, hob Professor Dr. Ockel hervor.

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„Wächter för dat Erinnern“ schildert eine Gewalttat, die tödlich endet, weil sich niemand in seiner Nachtruhe stören lassen will. Das vierte Stück „Czernowitz“ erinnert an das furchtbare Schicksal dieser Stadt. „Offenheit und Spannung prägen die Texte“, hob der Laudator hervor. Der Autor erlebe das gegenwärtige Flüchtlingsdrama als Betroffener, ohne penetrant als belehrend zu wirken.

Bolko Bullerdiek ist 1939 in Tansania geboren worden. Aufgewachsen ist er in Bookholzberg bei Hude. Später zog es ihn nach Hamburg, wo er in der Lehrerausbildung tätig war. Er ist ein vielfach preisgekrönter, niederdeutscher Autor und Publizist (Bevensen-Tagung, Zeitschrift „Quickborn“, plattdeutsches Lesebuch).

„Plattdeutsch ist meine Muttersprache“, begann Eugen Gehlenborg seine „Festanspraoke“. Der DFB-Vizepräsdent und Präsident des Norddeutschen Fußballverbands konnte als Festredner gewonnen werden. „Die plattdeutsche Sprache gewinnt Sympathie. Sie ist in dieser Region vom Fußballplatz nicht wegzudenken“, so Gehlenborg.

Gehlenborg wies darauf hin, dass man gerade junge Leute für das Plattdeutsche begeistern solle. Von diesem Abend nehme er zwei Dinge gerne mit zum DFB nach Frankfurt. Zum einen wolle er anstoßen, dass die Satzung auch auf Platt verfasst wird. Außerdem sollte die plattdeutsche Sprache auch in die Schiedsrichterausbildung einfließen. „Im übrigen könnte ich mir Jogi Löw als Sprachbotschafter vorstellen“, sagte Eugen Gehlenborg mit einem Schmunzeln.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gruppe „MaMoMa“ aus Bösel (Damen-Trio Marlies Mammen, Monika Pille, Margret Apke-Jauernig) und Andreas Lenzschau. Die Texte ihrer Lieder hatte vorwiegend Martin Pille ins Plattdeutsche übersetzt.


     www.borsla.de 
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