Pokalfinale der EWE Baskets findet am Abend statt
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Stapelfeld Die „wilden 20er“ wie etwa in Berlin oder dem Ruhrgebiet hat es im Oldenburger Münsterland nicht gegeben. Aber der verlorene Erste Weltkrieg habe die Menschen hier tief geprägt. Dies war die übereinstimmende Erkenntnis der Vortragenden des Heimatbund-Studientages, der 50 Interessierte in die Katholische Akademie Stapelfeld lockte.

Die Weimarer Republik müsse stärker von ihrem Anfang, dem verlorenen Ersten Weltkrieg als großem Einschnitt und Einfluss, und nicht „nur“ als Auftakt der NS-Zeit betrachtet werden, stellte Dr. Michael Hirschfeld, Vorsitzender des Heimatbund-Geschichtsausschusses, zu Beginn in den Raum. In den überregionalen Zusammenhang ordnete Prof. Dr. Rainer Pöppinghege (Universität Paderborn) das Thema ein und berichtete über die an einen Bürgerkrieg erinnernde Lage im Westen Deutschlands.

Von den „wilden Jahren“ war im ländlich-katholischen Südoldenburg nichts zu spüren. In Essen (Oldenburg) erhielten die revolutionären Kräfte bei den ersten Wahlen 1919 keine einzige Stimme, wie Dr. Dirk Beyer herausstellte. Der Essener Gemeindechronist berichtete aber von anderen Problemen, denn trotz der im Vergleich zum Ruhrgebiet guten Ernährungslage herrschte Hilflosigkeit und Trauer. Wolfgang Friemerding stellte am Beispiel von Damme heraus, dass dort – wie vielerorts – das Gedenken an die Gefallenen eine große Rolle gespielt habe, etwa in der Frage der Gestaltung würdiger Kriegerdenkmäler.

Gedruckten Zeugnissen der Kriegserinnerung widmete sich der aus Damme stammende Historiker Dr. Christian Westerhoff. Er leitet die Bibliothek für Zeitgeschichte in Stuttgart und stellte u.a. mit einem Erinnerungsbuch an die gefallenen katholischen Lehrer der Region in weiten Bevölkerungskreisen verbreitete Druckerzeugnisse vor.

Professor Dr. Christine Aka, Geschäftsführerin des Kulturanthropologischen Instituts (KAI) in Cloppenburg, berichtete aus ihrem Heimatdorf Hagstedt (Gemeinde Visbek/Kreis Vechta) und die über Generationen spürbaren Traumata der Kriegswunden. Sichtbar seien diese u.a. in der Errichtung von Gedenkkreuzen oder -kapellen.

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