FRIESOYTHE „Diese Theateraufführung war der absolute Höhepunkt im bisherigen Veranstaltungsprogramm zur 700-Jahrfeier der Stadt Friesoythe“, kommentierten begeisterte Zuschauer die Aufführung des plattdeutschen Theaterstückes „Jubel, Jubel, Jubiläum“, das der Theaterverein Friesoythe vor voll besetztem Haus auf der Bühne der Realschule aufführte. In der Tat boten die Laienschauspieler eine gelungene Aufführung, wie der Szenenapplaus und die vielen Lacher unterstrichen.

Der Dreiakter von Gudrun Ebner war auf Friesoyther Verhältnisse umgeschrieben worden. Die Bühnenroutiniers spielten flüssig und überzeugend, ihre Einsätze waren stets perfekt. Deftige Sprüche wie zum Beispiel „Wenn de Börgermeester sick mit Fraulüe dröpp, betaol wi dat mit use Stürn“, „Ick dreih üm denn Kopp nao achtern, dat he sick övern Mors upp de Hacken kieken kann“, „Watt büs du doch för een Neidhammel“, „Und du büs eene olle Zäge“, wurden immer wieder akzentuiert vorgetragen.

Die Rollen des Stückes waren den Schauspielern wie auf den Körper geschrieben. „Wie beim Volkstheater üblich, dreht sich auch bei dieser Aufführung alles um Liebe, Intrigen, Verwechslungen und Missverständnisse. Die Turbulenzen wurden in Szene gesetzt und weckten Neugierde und Spannung. Zum Inhalt: Die Kommune Aithe feiert das 700-jährige Stadtjubiläum, das bedeutet für Bürgermeister Elmar Tippelmann (Wolfgang Niehaus) jede Menge Arbeit und Aufregung. Er ist vom Missgeschick verfolgt, aber er spielt den Part des Politikers, die Opposition nicht ins Rampenlicht zu lassen, sehr glaubwürdig. Kontrahent Bruno Querkopf (Helmut Teipen) ist der Oppositionspolitiker. Er nutzt jede Schwäche des Bürgermeisters aus und weidet sich an dessen Missgeschicken.

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Die ehemalige Schulrektorin und Chorleiterin Petunia Niemals kämpft um fehlende T-Shirts für ihren Chor und fühlt sich als moralische Instanz der Kleinstadt. Sie wird deftig und lautstark von Margret Wellmann verkörpert. Stadt-Praktikant Piet Helmer (Heiner Wessels) hat vergessen, die T-Shirts zu bestellen. Der Sensationsreporter Jan Mooslichter (Rüdiger Hempen) fotografiert den Bürgermeister in einer zweideutigen Situation mit der Chiropraktikerin Carmen Schnell (Hille Willmann) während einer indischen Massage. Als Paparazzo und Chiropraktikerin sind beide absolut „hoffähig“.

Marion (Anika Lindner), Tochter des Bürgermeisters und Geliebte des Reporters, versteht sich aufs Kokettieren. Die Sekretärin des Bürgermeisters Posemarie Püschel (Mechthild Grunert), die sich in den Oppositionsführer verliebt, spielt die biedere Mitarbeiterin. Als der undurchsichtige Dr. Bernhardi (Wilhelm Lübbers-Siemer) auftaucht, verschwindet die Stadternennungsurkunde. Er spielt die Rollen als Spitzbube und Bürgermeister des Nachbardorfes gleichermaßen schlitzohrig.

Als es um die Interessen der Stadt gegen Auswärtige geht, ziehen alle Aither an einem Strang und entlarven den Dr. Bernhardi. Auch die T-Shirts treffen noch pünktlich ein. Doch als die Chorleiterin die Aufschrift sieht, fällt sie in Ohnmacht und der Bürgermeister kocht vor Wut.

Weitere Aufführungen gibt es am Sonnabend und Sonntag, 12. und 13. April, jeweils um 19.30 Uhr in der Realschule. Die Regie führt Doris Berndmeyer.

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