Cloppenburg Auf Tradition und Erneuerung setzt der Kirchenchor St. Andreas unter der Leitung von Karsten Klinker in diesem Jahr bei der Gestaltung der Kar- und Ostertage. Während am Karfreitag, 3. April, um 15 Uhr in der St.-Andreas-Kirche wieder auf eine altbekannte Komposition der Leidensgeschichte zurückgegriffen wird, erklingt am Ostersonntag, 5. April, 10 Uhr, am gleichen Ort eine völlig neu einstudierte Orchestermesse.

Auch am heutigen Gründonnerstag wird der Abendmahlsgottesdienst mit Fußwaschung um 20 Uhr vom Kirchenchor mitgestaltet. Anschließend beginnen die Betstunden, die bis morgens um 6 Uhr gehalten werden.

In der Karfreitagsliturgie wird nach vierjähriger Pause wieder die Passionsgeschichte nach einer Komposition des Oblatenpaters Alexander Pfaffendorf vorgetragen. Ein in der St.-Andreas-Gemeinde altbekanntes Werk, war es doch vor 2011 das Standardwerk an Karfreitag. Es wurde im Jahre 1925 für Männerchor sowie Solisten geschrieben – und wird von den Männern des Chores vom Altarraum aus vorgetragen. Die Solopartien werden von Bernd kl. Siemer als Evangelist, Raimund Kramer als Jesus und Franz-Josef Wurm als Pilatus gesungen, weitere kleinere Stellen besetzen Bernd Baro und Norbert Moormann.

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Eine wohl weithin unbekannte Messe gibt es am Ostersonntag zu hören. Karsten Klinker hat mit dem Chor die „Missa brevis in C“ von Franz Xaver Brixi einstudiert. Der wenig bekannte Komponist nimmt in der Musikliteratur eine bedeutende Stelle ein. Er lebte und wirkte von 1732 bis 1771 in Prag. Von ihm stammen etwa 500 Kompositionen. Seine Lebensdaten weisen einige Parallelitäten zu Mozart (1756 bis 1791) auf. So erreichte auch er nur ein ähnlich kurzes Lebensalter, und sein Lebensabschnitt verläuft 20 Jahre vor dem von Mozart. Brixis Werke werden vielfach als Übergang vom Barock zur Klassik eingestuft.

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