Scharrel An das erste aufgeführte Stück kann sich Hans Thoben noch genau erinnern. „Das war ,Dat Inserat’. Gespielt haben wir das Stück im damaligen Gasthof Rhode“, sagt er. Seit 1994 gibt es „de Spälkoppel“ in Scharrel. Seitdem bringen die Mitglieder jedes Jahr ein plattdeutsches Stück auf die Bühne. In diesem Jahr feiert die Gruppe ihr 20-jähriges Bestehen. Thoben war acht Jahre lang ihr Vorsitzender und hat 15 Jahre Regie geführt. Er kann sich noch gut an die Anfänge erinnern.

Neuer Aufführungsort

Zu Beginn habe erst einmal eine Mannschaft zusammen gesucht werden müssen, sagt Thoben. Angefangen habe man mit 15 bis 18 Leuten. „In den vergangenen Jahren waren viele dabei, die kein Platt konnten. Sie haben es aber schnell gelernt“, erinnert sich der ehemalige Boas.

„Mein damaliger Vertreter, Karl-Heinz Burdorf, war Tischler und hatte die erste Kulisse gebaut“, erzählt Thoben. Als der Saalbetrieb aufgegeben wurde, habe man die Stücke im Gasthof von Grönheim aufgeführt. „Die Bühnenelemente passten nicht“, sagt Thoben. Somit hätte man alles wieder umbauen müssen. „Wir haben auch schon im Schützenhof Sedelsberg gespielt. Wir waren quasi eine Wanderbühne“, sagt Thoben und lacht. Und auch geprobt hätte die Gruppe mal hier und mal dort. „Das war nicht einfach, hat aber trotzdem viel Spaß gemacht. Alle haben mitgemacht und die Leute standen hinter uns“, erzählt der ehemalige Spielleiter.

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Groß sei die Freude dann gewesen, als das Bonifatiushaus in Scharrel gebaut wurde. Denn damit hatte man einen neuen Probe- und Aufführungsort gefunden. Das erste Stück, was „de Spälkoppel“ dort aufführte, war der Dreiakter „Elisa“ im Dezember 2002. „Seinerzeit hatten wir noch eine andere Spielzeit, nach Weihnachten“, sagt Thoben. Mittlerweile habe man die Aufführungen vor Weihnachten gelegt. Im Laufe der Zeit seien auch immer mehr Mitglieder zur Gruppe dazu gestoßen. Und auch Jugendliche würden „gut mitmachen“, so Thoben. Im Bonifatiushaus sei man überglücklich – nicht zuletzt deshalb, weil bestimmt Wände drehbar seien und man so zwei Bühnenbilder schaffen könne.

Seit fünf Jahren ist Margret Göken Regisseurin und Boas der Gruppe mit 40 Mitgliedern. Zuvor war Stefan Vocks Vorsitzender. Schriftführerin ist Silvia Schade, Kassiererin Elke Awick. Thoben betreut heute die Theater-AG der Grundschule zusammen mit deren Leiterin Anke Schütte.

Proben für Stück

Auch jetzt steckt „de „Spälkoppel“ mitten in den Proben fürs nächstes Stück „So een Tyrann!“, das am Sonnabend, 8. November, 14 Uhr, Premiere mit der Seniorenvorstellung feiert. Seit September wird für die plattdeutsche Komödie in drei Akten von Heino Buerhoop und Bernd Gombold zweimal wöchentlich geprobt. In dem Stück geht es um Bürgermeister Albert Babel, der seinen 50. Geburtstag feiert und noch gemeiner als sonst zu seiner Frau Erna und Tochter Lisa ist, die für ihn im Rathaus arbeiten. Eine nicht richtig funktionierende Sprechanlage bringt das Leben des „Tyrann“ durcheinander.

Passend zum 20-jährigen Bestehen soll nach der Abendaufführung am 15. November eine Aftershowparty gefeiert werden. Ein DJ wird für Musik sorgen. Und auch im diesen Jahr will „de Spälkoppel“ einen Teilerlös an eine Jugendgruppe spenden. Auch der Feuerwehr Scharrel hatte man für das neue First-Responder-Fahrzeugs einen Betrag gespendet.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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