Scharrel Vor 25 Jahren hat sich die Theatergruppe „de Spälkoppel“ Scharrel gegründet. Für das Jubiläum beschlossen die Mitglieder, ein bereits gespieltes Stück nochmals aufzuführen. Die Wahl fiel auf die plattdeutsche Komödie „Mine Tante – Tine Tante“ von Erhard Asmus, 1979 schon gespielt. Am Samstag gab es nun die Aufführung im Bonifatiushaus in Scharrel vor den Senioren. Heike Büter-Block, die selbst in dem Stück auf der Bühne steht, begrüßte die Gäste mit einem „Moin, moin“. „Das wahre Leben spielt heute auf der Bühne eine große Rolle“, sagte sie und lachte.

Für die erneute Aufführung konnte die Theatergruppe einige damalige Darsteller reaktivieren. In dem plattdeutschen Dreiakter dreht sich alles um die Geschwister Mine (Heike Büter-Block) und Tine (Kerstin Dockmann). Die beiden sind sehr unterschiedlich. Es gibt Zank und Streit von morgens bis abends. Während Mine die Bodenständige von beiden ist und mit anpackt, will Tine die Frau von Welt verkörpern und sich nicht die Finger dreckig machen.

Beiden gelingt es, die Rollen perfekt darzustellen. Tine kommt es gerade recht, dass der windige und gewandte Landmaschinenhändler Paul Grassmeier sie umgarnt und große Pläne mit ihr hat. Dirk Behrends versteht es blendend, die Rolle zu verkörpern. Mit viel Humor tritt Ansgar Dockmann als Großknecht Johann auf. Eine Paraderolle nimmt Marion Osterwiek ein. Deftig und wortgewandt versucht sie als Großmagd Marie, Johann um den Finger zu wickeln. Mal mit Liebe und Tränen, dann wieder mit deftigen Worten möchte sie Johann in den Hafen der Ehe ziehen.

Natürlich und überzeugend spielt Veronika Pugge Antje, die Tochter Tante Tines. Tante Mines Sohn Lorenz (Michael Schade), ein ehrlicher, echter Junge des Hofes, erkennt die Intrigen seiner Tante nicht. Er verliebt sich in seine Cousine. Bleibt noch Magd Rieke (Yvonne Lübbers), die die Geschehnisse auf dem Hof staunend verfolgt und heimlich von einem Happy End wie im Roman träumt.

Alle Darsteller brachten ihre Eigenarten überzeugend zum Ausdruck und zeigten große Spielfreude. Es war ein turbulenter Theaternachmittag. Das Publikum war begeistert und sparte daher nicht nur nach der Vorstellung mit dem Beifall. Es gab auch immer wieder Szenenapplaus auf offener Bühne. Dafür, dass die Schauspieler nicht ins Stocken gerieten, sorgte Toopusterin Maria Auts. Regie führten Stephanie Mödden und Heinrich Pörschke.

Die nächsten Aufführungen sind: Samstag, 9. November, 19 Uhr (Jubiläumsvorstellung mit Aftershowparty mit DJ); Samstag, 16. November, 19.30 Uhr; Sonntag, 17. November, 15 Uhr (Sonntagnachmittag); Freitag, 22. November, 19.30 Uhr; Samstag, 23. November, 19.30 Uhr, jeweils im Bonifatiushaus in Scharrel. Karten mit Sitzplatzreservierung gibt es im Vorverkauf bei der Raiffeisenbank eG Scharrel.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.