Saterland Gemeinsam als Gruppe etwas erleben und viele Menschen begeistern. Darum geht es der Volkstanzgruppe Saterland bei ihren Auftritten. Zum Welttag des Tanzes am Montag hat unsere Zeitung mit Elfriede Deeken, Leiterin der Gruppe, gesprochen: „Uns gibt es seit 49 Jahren, seit 46 Jahren bin ich dabei und wir merken alle, wie gut uns das Tanzen tut.“ Sie sieht die Gruppe als Vertreter des Saterlandes: „Es ist schön, wenn wir unsere Tradition mit unseren Trachten darstellen. Wenn wir auftreten, stellen wir uns auf Saterfriesisch vor oder singen das Saterland-Lied“, sagt Deeken.

Welttag des Tanzes

Der Welttag des Tanzes existiert seit 1982 und findet am 29. April statt.

Ein Komitee der Unesco hat diesen Tag angeregt, um den Tanz als universelle Sprache der Welt zu würdigen.

Die Seelter Dons- und Drachtenkoppel feiert ihr 40-jähriges Bestehen am Samstag, 19. Oktober, ab 19.30 Uhr in der Sporthalle mit einem Folklore- und Showtanzabend mit Schlagernacht. Sie hat derzeit 43 Mitglieder.

Getanzt werden jedoch nicht nur Tänze aus dem Saterland: „Wir versuchen möglichst viele norddeutsche, aber auch andere Tänze, wie zum Beispiel aus Süddeutschland und europäische Tänze zu tanzen.“ Gerade die Treffen mit anderen Gruppen aus Süd- und Mitteldeutschland bereiten den Tänzern immer wieder viel Freude.

Besonders aufwendig ist die Herstellung der traditionellen Trachten: „Wir versuchen, nur Naturstoffe zu verwenden, wie dies früher auch der Fall war. Dadurch verbleichen die Trachten jedoch auch mit der Zeit und müssen erneuert werden“, erklärt Deeken. Dazu kommt, dass Naturstoffe wie Rohseide schwer zu bekommen sind, da heute sämtliche Stoffe mit Kunstfasern versehen sind. Beim Aussehen der Kleider orientiert sich die Gruppe an alten Vorlagen von Fotos und Texten aus der Zeit rund um 1900.

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Eine weitere große Tanzgruppe im Saterland ist die „Seelter Dons- und Drachtenkoppel“ aus Scharrel, die zum Heimatverein „Seelter Buund“ gehört. Ins Leben gerufen wurde sie 1979 von Lenchen Stolle aus Scharrel. In diesem Jahr kann die Tanzgruppe um Leiter Michael Büter somit auf ihr 40-jähriges Bestehen zurückblicken. „Wir wollen die Tradition aufrecht erhalten und versuchen, diese weiterhin zu vermitteln“, sagt Büter.

Er ist seit 22 Jahren dabei und schätzt ebenfalls die Geselligkeit sowie das Zusammenkommen von Jung und Alt. „Die Tänze sind entstanden, damit die Leute zusammenkommen und beinhalten nicht so viel Spektakel, wie heutzutage oft anderswo geboten wird“, sagt Büter. Dieser Trend zum Spektakel sei jedoch auch das Problem des Volkstanzes: „Das Interesse der Menschen ist nicht mehr so groß, dadurch haben wir Nachwuchsprobleme.“

Büter ist trotzdem optimistisch, dass die Tradition des Volkstanzes nicht ausstirbt: „Unsere Gruppe ist recht jung, wir haben uns immer früh um Nachwuchs gekümmert.“ In den vergangenen Jahren sei dies jedoch immer schwieriger geworden. Dabei hat die Gruppe ein einzigartiges Merkmal: Getanzt wird in traditionellen Holzschuhen.

Nils Coordes Redakteur / Newsdesk
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