Saterland Nun hat auch die katholische Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland ein Institutionelles Schutzkonzept. Nach der Vorstellung und Genehmigung im Pfarreirat sowie Kirchenausschuss ist es mit dem 1. Dezember 2019 in Kraft getreten. Es wird allen in der Gemeindearbeit Mitwirkenden zugänglich gemacht und zur Umsetzung nahe gelegt. Zudem sind alle in der Kinder- und Jugendarbeit Tätigen aufgefordert, das Schutzkonzept zur Grundlage ihres Handelns zu nehmen und weiterzuentwickeln. Dazu soll es zu Beginn dieses Jahres an alle kirchlichen Gruppen und Vereine, aber auch an alle im kirchlichen Dienst hauptamtlich und ehrenamtlich Tätigen verteilt werden.

Konzept notwendig

Nach dem Bekanntwerden mehrerer Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche im Jahr 2010 wurde eine Präventionsordnung erlassen, die letztmalig im Jahre 2015 geändert wurde und vorsieht, dass alle Kirchengemeinden im Bistum Münster bis zum Ende des Jahres 2019 ein Schutzkonzept erlassen müssen. Im Bereich des Bischöflich Münsterschen Offizialats (BMO) mussten alle 40 Kirchengemeinden dieses Schutzkonzept als Grundlage für die Präventionsarbeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierte Gewalt erlassen. Respektvoller Umgang, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und kollegiales Miteinander stehen dabei ebenso im Vordergrund wie auch die Bereitschaft für Hilfsbedürftige, Kinder und Jugendliche einzutreten und deren Rechte zu wahren.

Weitere Infos

Ansprechperson und Präventionsfachkraft in der Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland ist Pastoralreferentin Mechthild Fickers. Ansprechpersonen außerhalb der Kirchengemeinde sind die Erziehungsberatungsstelle in Cloppenburg sowie Andrea Habe von der Anlaufstelle zur Prävention von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt im Offizialatsbezirk Oldenburg-Vechta in Vechta.

Das Institutionelle Schutzkonzept ist als 18-seitige Broschüre erstellt worden und soll nach dem Willen von Pfarrer Fischer in allen Gruppen und kirchlichen Vereinen verteilt werden.

„Erste sechsstündige Basisschulungen und auch zwölfstündige Intensivschulungen wurden bereits über das Bildungswerk Saterland angeboten; leider waren diese im Herbst angebotenen Schulungen nur mäßig besucht“, sagen Pfarrer Ludger Fischer und Pfarreiratsvorsitzender Georg Pugge. Daher sollen in diesem Jahre erneut Schulungen für Haupt- und Ehrenamtliche in der Kirchengemeinde angeboten werden. Auch müssen alle im pastoralen Dienst Tätigen in regelmäßigem Abstand von fünf Jahren ein bei der Gemeinde zu beantragendes erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Dieses müssen auch alle hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit Tätigen vorlegen. Die Kosten für die Führungszeugnisse übernimmt die Kirchengemeinde.

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Seit April erarbeitet

„In der Kirchengemeinde St. Jakobus Saterland wurde dieses Schutzkonzept seit April vom eingesetzten Arbeitskreis mit Pfarrer Ludger Fischer sowie den Arbeitskreismitgliedern Mechthild Fickers, Werner Stavermann, Sabine Kanne, Marlene Fortwengel und Andrea Habe, der Präventionskraft des BMO, in sechs Sitzungen erarbeitet und auf die Kirchengemeinde Saterland umgeschrieben“, berichtet Georg Pugge. Der Pfarreirat soll das Schutzkonzept und dessen Einhaltung jährlich überwachen und auf seine Aktualität überprüfen.

Das Schutzkonzept von St. Jakobus Saterland sieht drei zentrale Punkte vor:  das erweiterte Führungszeugnis für alle im pastoralen Dienst Tätigen, alle hauptamtlichen Mitarbeiter und für alle ehrenamtlich Tätigen, die im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind,  den Verhaltenskodex in der Sprache und Wortwahl bei Gesprächen, die adäquate Gestaltung von Nähe und Distanz, die Angemessenheit von Körperkontakten, die Beachtung der Intimsphäre und die Zulässigkeit von Geschenken  sowie der Umgang mit und die Nutzung von Medien in sozialen Netzwerken.

Schnellere Hilfe

„Jedes Kind soll stark gemacht werden. Den Kindern soll der Rücken gestärkt werden“, betonen Mechthild Fickers, Pfarrer Fischer und Georg Pugge, denn statistisch gesehen, müsse sich ein Kind siebenmal an einen Erwachsenen wenden, bis es Hilfe bekomme und gehört werde. Jedes Kind solle künftig wissen, dass es gehört wird und es Ansprechpartner gibt.

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