BETHEN Eine Reliquie des Kardinalen Clemens August von Galen hat der Bischof von Münster, Dr. Reinhard Lettmann, am Dienstag in der Krypta der Bether Basilika in einen Schrein eingesetzt. Geschaffen hat die Reliquie, die der Form eines Bischofstabes gleicht, der Goldschmied Herbert Feldkamp (Cloppenburg) mit der Unterstützung des Metalldesigners Alfred Bullermann (Markhausen).

Um den Bezug zur Heimat des Kardinals herzustellen, fuhr Feldkamp dreimal nach Dinklage ins Kloster. Dort fand der Goldschmied ein passendes Stück Eiche. Beim Bearbeiten sei er fast zum Schreiner geworden, so habe er gesägt, gefeilt und geschliffen. Unterhalb der Krümmung ist das Reliquiar hinter einem Bergkristall in Bronze gefasst. Auf seiner Rückseite ist das Wappen des im Oktober 2005 von Papst Benedikt XVI. selig gesprochenen Kardinals eingelassen. Die Säule des Schreins wurde aus dem Stein des alten Altars des Freigeländes der Basilika gefertigt und mit Messingbändern auf allen vier Seiten versehen. Dadurch werde der Eindruck eines Bischofstabes als Gesamtwerk betont, so Feldkamp. Der Schrein selbst besteht aus Panzerglas. Unterhalb des Schreines stehen die vier Worte „Nec laudibus, nec timore“, der Wahlspruch von Galens (lateinisch: Nicht Menschenlob, nicht Menschenfurcht soll uns bewegen).

Vor der Einsetzung feierte die Kirchengemeinde ein Pontifikalamt, zu dem Wallfahrtpfarrer Dr. Dirk Költgen neben Lettmann den Vechtaer Offizial Weihbischof Heinrich Timmerevers, die Dechanten Alfons Kühling (Cloppenburg) und Paul Horst (Garrel) sowie die Cloppenburger Priester Heinrich Kenkel und Paul Klostermann begrüßte.

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Dabei beantwortete Lettmann die Frage, ob er seinen Vorgänger Clemens August kennen gelernt habe, mit ja. Als Fünfjähriger habe er dem Bischof von Münster in seiner Heimatstadt Datteln (Münsterland) die Hand gegeben. Von Galen besuchte die Kirche in der Nähe seines Elternhauses anlässlich einer Firmung. Auch an die Beisetzung kann sich der heutige Bischof von Münster erinnern. Als Messdiener war er im März 1946 Augenzeuge, als Clemens August von Galen in Ludgeruskapelle des Doms zu Münster beigesetzt wurde. Auch sei er es gewesen, der den Bischof zur Seligsprechung in Rom vorgestellt habe. Umso mehr freue er sich, dass er in der Basilika in Bethen, die auch von Galen besuchte, eine Reliquie habe einsetzen dürfen. Hier sei von Galen gern gewesen, um zu beten. Lettmann: „Hier hat er einer seiner größten Predigten gehalten."

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