Ramsloh „In einer Zeit, in der die Zahl psychisch erkrankter Menschen zunimmt, ist es wichtig, dass Vorurteile und Hemmnisse abgebaut werden“, warb die Vorsitzende des Vereins „Kontaktstelle und Krisendienst für den Landkreis Cloppenburg“, Elisabeth Hemmen, in der Kirche St. Jakobus in Ramsloh. In einem Gottesdienst stellte sich der Verein vor.

Dieser unterhält im Haus Bethanien in Cloppenburg eine Anlaufstelle und ein Café als Treffpunkt und berät dort Menschen, die an einer psychischen Erkrankung oder Behinderung leiden oder in eine seelische Notlage geraten sind. Menschen in einer akuten Lebenskrise oder Menschen, deren Angehörige, Bekannte oder Freunde sich in einer psychischen Notlage befinden, finden auf Wunsch eine fachliche Unterstützung.

Das Tagescafé der Kontaktstelle ist Treffpunkt und Anlaufstelle für seelisch beeinträchtigte Menschen, die nicht allein sein möchten. Hier können sie sich mit Arbeitskollegen, Gleichgesinnten, Bekannten und Freunden zwanglos treffen. „Über die Hälfte der Mitarbeiter in der Kontaktstelle haben eine psychische Erkrankung und haben durch ihren Dienst einen großen Schritt aus der Isolation gemacht“, erläuterte Hemmen in ihrer Vorstellung der Arbeit des Vereins.

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Pfarrer Ludger Fischer ging auf die Sorgen und Nöte der Menschen, die an psychischen Erkrankungen leiden, ein und warb für ein Miteinander. Ehrenamtliche der Kontaktstelle trugen dann die Geschichte vom weißen Band am Apfelbaum vor. Sie handelt von einem jungen Mann, der nach einem langen Aufenthalt in der Psychiatrie auf dem Weg nach Hause ist. Er hat jedoch Angst, dass er nicht willkommen sei und dass niemand mehr etwas mit ihm zu tun haben wolle. Daraufhin schrieb der Mann seinen Angehörigen, dass der Apfelbaum am Bahnhof mit einem weißen Band geschmückt werden solle, wenn er willkommen sei. Wenn er das sehe, werde er aussteigen. Als er am Bahnhof ankam, war der Baum mit unzähligen weißen Bändern geschmückt.

Auch in der Ramsloher Jakobus-Kirche wurde ein Apfelbaum im Altarraum aufgestellt, und viele Gottesdienstbesucher, unter ihnen neben Pfarrer Ludger Fischer der ehemalige Bürgermeister Hubert Frye sowie die stellvertretende Bürgermeisterin Marianne Fugel, schmückten ihn mit weißen Bändern.

Im Anschluss an den Gottesdienst lud Pfarrer Ludger Fischer alle Besucher in das Pfarrheim ein. „Die Frauen des Caritasvorstandes verstanden es, durch ihre fröhliche, einladende Art den Besuchern aus Cloppenburg jegliche Berührungsängste zu nehmen“, freute sich die Vorsitzende Elisabeth Hemmen.

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