CLOPPENBURG Die Pubertätszeit der eigenen Kinder bedeutet für Familien meist das Ende der häuslichen Idylle. Es gibt vermehrt Auseinandersetzungen, Streitigkeiten, Provokationen, Grenzüberschreitungen, Wut und Tränen bei allen beteiligten Familienmitgliedern, erklärt jetzt der Kinderschutzbund Cloppenburg. Pubertät sei, „wenn die Eltern anfangen schwierig zu werden und wenn sie für die Jugendlichen peinlich und uncool werden“. Das seien oft gehörte Sprüche.

Das veränderte Verhalten der Pubertierenden ist vielen Eltern unverständlich. Sie befürchten in dieser Zeit, dass ihr Kind unter Umständen in die Kriminalität abgleiten könnte.

Notwendige Entwicklung

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Sicherlich gibt es angenehmere Phasen im Familienleben, aber die Pubertät kann nicht abgeschafft werden. Sie ist eine notwendige Entwicklungsphase der Kinder. Häufig wird die Pubertät auch als Phase des Wandels, der Veränderung oder der Neuorientierung bezeichnet, aus welcher sich Krisen ergeben können. Pubertätsverläufe stellen sich auch unterschiedlich dar: einige Heranwachsende durchleben diese Phase provokativ, laut und nach außen gerichtet, andere wiederum ziehen sich zurück und tauchen in ihre eigene Welt ab.

Die nachstehenden Tipps sollen Eltern im Umgang mit den Pubertierenden eine Hilfestellung bieten: Ob auf körperliche oder andere Veränderungen der Pubertierenden bezogen gilt, dass sie nicht bloßgestellt werden dürfen oder gar ironisch und überheblich behandelt werden. Jugendliche, die derartigen Äußerungen ausgesetzt sind, werden schnell dicht machen und verstummen.

Zudem ist es wichtig, mit den Pubertierenden im Gespräch und damit in Kontakt zu bleiben, auch wenn sich die Heranwachsenden gerne zurückziehen und sich die Kommunikation miteinander oft als schwierig darstellt in dieser Zeit. Eltern sollten sich interessieren für die Meinungen, Gefühle, Hobbys und Probleme der Jugendlichen.

Rückzugsorte benötigt

Um seine Persönlichkeit und Intimsphäre aufzubauen, benötigt der Heranwachsende Rückzugsorte wie beispielsweise das eigene Zimmer. Wichtig ist auch, dass die Erwachsenen die Provokationen der Jugendlichen – ob verbal, ob Frisuren, Kleidung oder Musik betreffend – nicht persönlich nehmen. Viele Eltern ziehen sich gekränkt zurück oder halten sich nicht mit ihrer Meinung über bestimmte Äußerlichkeiten der jungen Leute zurück. Diesbezüglich ist wichtig, sich noch einmal an die eigene Pubertät zu erinnern und sich ins Bewusstsein zu rufen, wie man sich selbst in der Phase der Loslösung von der Erwachsenenwelt abgegrenzt hatte.

Weitere Fragen zum Thema beantwortet Birgit Frey vom Kinderschutzbund Cloppenburg unter   0 44 71/8 72 52.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.