BöSEL „Pater Thomas muss in Bösel bleiben“. Mit dieser Schlagzeile über einer großformatigen Zeitungsanzeige haben Unterstützer des katholischen Priesters aus Bösel deutlich gemacht, dass sie den beliebten Geistlichen behalten möchten. Insgesamt 218 Unterstützer haben ihren Namen unter einen entsprechenden Aufruf gesetzt.

Im Februar war bekannt geworden, dass Pater Thomas die Kirchengemeinde Bösel verlassen wird (die NWZ  berichtete). Er soll künftig seinen Dienst in einer Gemeinde im Bistum Osnabrück leisten. Die 218 Personen, die jetzt den Aufruf unterschrieben haben, bedauern die Versetzung des Paters, zumal Bösels Pfarrer Hubert Moormann erkrankt sei. Man sei in großer Sorge um die Zukunft der Kirchengemeinde. Wörtlich heißt es in der Zeitungsanzeige: „Wir fragen uns also, wie soll es in der Kirchengemeinde Bösel/Petersdorf mit der Priesterversorgung weitergehen? Warum muss ein dringend benötigter junger Priester wie Pater Thomas Bösel verlassen, um im Bistum Osnabrück zu arbeiten? Wie soll ein Geistlicher in Bösel und Petersdorf die große Fülle der Aufgaben überhaupt allein bewältigen können?“ Angesichts dieser „unsicheren Entwicklung“ werden die Verantwortlichen der Kirche in Bösel, Vechta und Münster aufgefordert, die Versetzung von Pater Thomas zu überdenken.

Die Unterstützer: „Die geplante Abschiedsfeier ist abzusagen. Stattdessen sind versöhnliche Signale die bessere Lösung.“ In der aktuellen Ausgabe der Böseler Pfarrnachrichten wird für Sonnabend, 8. Juli, 18 Uhr, zu einem Dankhochamt in die Pfarrkirche eingeladen. Abschließend gibt es einen Abschiedsempfang im Böseler Pfarrheim.

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Peter Waschinski, Sprecher des Offizialats, erklärte dazu am Montag, es sei ein normaler Personalvorgang, dass Priester im Rahmen von Kooperationen einer deutschen mit einer ausländischen Diözese oder einem Orden nach zehn Jahren ihre Stelle wechselten oder in ihre Heimat zurückkehren. Offizialatsrat Bernd Winter habe im Februar Pater Thomas informiert, dass seine zehnjährige Dienstzeit im Offizialatsbezirk Oldenburg mit dem 31. August 2011 enden werde.

Peter Waschinski: „Warum einige Mitglieder aus der Kirchengemeinde den Weg einer Zeitungsanzeige wählen, um ihre Meinung kundzutun, bleibt deren Geheimnis, zumal kürzlich erst noch Gespräche zwischen Gemeindegremien und Offizialatsvertretern stattgefunden haben. Dass das Ende der Dienstzeit Pater Thomas´ nun mit einer Erkrankung des örtlichen Pfarrers zusammenfällt, ist ein unglücklicher Umstand. „ Wenn ein Pfarrer krankheitsbedingt ausfalle, bestelle der Bischof einen unterstützenden Geistlichen.

Heinz-Josef Laing Friesoythe / Redaktion Münsterland
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