Altenoythe Der babyblaue „Ford 3000“ prustet eine dicke Rauchwolke in den Himmel. „Baujahr 1964 mit 48 PS“, erzählt Hans Henken, nachdem er seinen Oldtimer-Trecker in Position gefahren hat. Ein baugleicher Schlepper ist früher auf dem Hof von Hans Henken an der Altenoyther Straße in Altenoythe-Pirgo gefahren. Bis er durch einen größeren Schlepper, einen Ford 5000 mit Baujahr 1972, ersetzt wurde. Der fährt noch immer dort. Und der „kleine Bruder“ seit einigen Jahren auch wieder.

„Steckt viel Arbeit drin“, sagt der Altenoyther, der stellvertretender Vorsitzender des Altenoyther Oldtimerclubs ist, mit Blick auf den „3000er“. Zufällig hatte er den Schlepper auf der Fahrt zu einem Oldtimer-Treffen in Elbergen gefunden, auf einem Feld von Brennnesseln umgeben und in einem erbärmlichen Zustand. Hans Henken hat sich seiner angenommen, viele Stunden Arbeit investiert – wie viele vermag er nicht zu sagen. Die meisten Handgriffe hat er sich selbst beigebracht. Nur an die Elektrik, an die traut er sich nicht ran. Die hat Sohn Gerd wieder gerichtet. Der ist gelernter Landmaschinenschlosser und kennt sich bestens damit aus.

Oldtimer-Treffen am 16. und 17. Mai in Altenoythe-Pirgo

Der Oldtimer-Club Altenoythe veranstaltet am Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. Mai, sein siebtes Oldtimer-Treffen in Altenoythe-Pirgo. Mehr als 400 alte Schlepper, Standmotoren, Motorräder und alte Autos und Lkw werden erwartet. Los geht es am Sonnabend um 14 Uhr. Besucher können die alten Schlepper in Aktion erleben: beim Grasmähen, Show-Pflügen oder Baumschleppen. Kaffee und Kuchen gibt es. Um 20 Uhr folgt die öffentliche Fete mit DJ in der Halle Speckmann in Pirgo. Der Eintritt ist frei. Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem Frühstück. Um 10 Uhr folgt der Frühshoppen. Auch an diesem Tag gibt es Kaffee und Kuchen oder Kaltgetränke. In einer Gondel können Besucher die Aussicht über Altenoythe aus 70 Metern Höhe genießen. Um 16 Uhr werden Pokale an alle Teilnehmer ausgegeben.

Schirmherr der Veranstaltung ist Landrat Johann Wimberg. Vorstand und Festausschuss, die seit Monaten mit der Vorbereitung beschäftigt sind, hoffen auf regen Besuch.

    www.oldtimerclub-altenoythe.de

„Alles original“, sagt Hans Henken stolz. Bis auf die Lichtmaschine. Die originale Gleichstrom-Lichtmaschine machte immer wieder Probleme. Also hat er eine Drehstrom-Maschine eingesetzt. „Seither gibt es keine Startschwierigkeiten mehr.“

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Trotzdem steigt er für Ausfahrten mit dem Altenoyther Oldtimerclub – die längste Fahrt führt über rund 45 Kilometer bis nach Schwerinsdorf – aber lieber auf den Ford 5000. Für den hat er eigens eine Kabine gebaut. Denn ganz auf Komfort verzichten möchte der Rentner heute dann doch nicht mehr.

Querfeldein mit dem Konvoi aus vielen alten Traktoren fahren – „traumhaft“, sagt Hans Henken. Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, das mag der Altenoyther besonders am rund 140 Mitglieder starken Oldtimer-Club. Und dabei zeigen sich die Oldtimer-Liebhaber zuweilen ganz modern. Über eine „What’s-app-Gruppe“ tauschen sie sich per Smartphone aus, suchen nach Ersatzteilen oder geben sich gegenseitig Tipps.

„Wenn die Trecker erst einmal fahren“, sagt Hans Henken, „brauchen sie nur regelmäßig Wasser und Öl“. So wie der kleine Hanomag mit Baujahr 1954, der älteste Trecker in der Sammlung von Hans Henken. „Ein Sammlerstück“, an dem viel Herzblut hängt. Für längere Fahrten sei der aber mit einer Geschwindigkeit von 13, 14 Kilometern in der Stunde ungeeignet, sagt Hans Henken. Die Sammlung komplettiert ein Deutz, Baujahr 1959.

Was fehlt? Ein „25er MAN“, muss Hans Henken nicht lange überlegen. Das sei der erste Schlepper auf dem Henken-Hof in Altenoythe gewesen. Aber: „Die sind rar und sehr teuer.“

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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