Ramsloh Seit mehr als 50 Jahren schon besucht der Nikolaus die Familien in Ramsloh. Möglich macht das die Nikolausgruppe in Ramsloh, die als kirchliche Gruppe von Käthe Eilers gegründet worden war. Die Anzahl der Familien stieg stetig an – von anfänglich 50 bis zwischendurch etwa 200. So wurde die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer ab 1970 immer erweitert.

Seit 2014 leiten Karsten Fugel und Anke Tebben die Nikolausgruppe der katholischen Kirchengemeinde St. Jakobus. Dabei stehen ihnen viele freiwilligen Helfer zu Seite. „Ohne sie würde es nicht gehen. Wir freuen uns sehr über ihre Hilfe“, bedankt sich Fugel. Seit 20 Jahren besucht er auch selber die Familien als Nikolaus – genau wie dieses Mal.

150 Häuser

„Ich gehe an einem Tag mit. Es ist auch gut, wenn man einen Nikolaus als Ersatz hat“, sagt er. Angefangen hat der 38-Jährige als Vorläufer. Auch Tebben war in ihrer Jugend Vorläuferin. Schwierigkeiten, Nikoläuse zu finden, gebe es nicht. „Das machen erwachsene Männer. Meist überträgt sich das dann auf die Söhne oder Schwiegersöhne“, erzählt Tebben.

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Jeweils sechs Nikoläuse werden am 5. und 6. Dezember in Ramsloh unterwegs sein und an beiden Tagen etwa 150 Häuser besuchen. Unterstützt werden sie dabei von zwei Vorläufern, einem Engelchen und einem Fahrer. Aber auch im Hintergrund wirken viele Ehrenamtliche mit. Jeweils 40 Leute sind aktiv an einem Abend. Acht Frauen sind im Einsatz, die dafür sorgen, dass die Kostüme sitzen. Sie schminken die Akteure uns sorgen für Essen und Getränke. „Es ist sogar schon vorgekommen, dass sie zu einem Nikolaus kommen und ihn wieder zurecht machen mussten“, sagt Fugel.

Am Mittwoch fand eine Vorbesprechung für die Nikolausaktion im Pfarrheim statt. „Das war ein großer Erfolg“, sagt Fugel. Zahlreiche Kinder seien gekommen. Sonst habe man schon Engel oder Vorläufer suchen müssen. Jetzt habe man fast gar nicht alle Kinder unterbringen können. Beim Besuch der Familien sei Feingefühl gefragt, erzählt Fugel aus eigener Erfahrung. Zwei/drei Dinge würden den Kindern erzählt, die nicht so gut gelaufen seien, aber auch natürlich auch positive Dinge. Einen strafenden Knecht Ruprecht gibt es nicht. Es werde gesungen, Fotos werden gemacht und die Kinder dürfen auch den Stab des Nikolauses einmal festhalten. Im Vorfeld besorgen die Eltern kleine Tüten mit Süßigkeiten oder kleine Präsente, die der Nikolaus den Kindern dann übergibt.

Busse gesucht

Das Team würde sich bei den Besuchen über Spenden freuen. Diese fließen an Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. So konnten beim letzten Mal die beiden Kindergärten in Ramsloh unterstützt werden.

Doch bevor der Nikolaus überhaupt zu den Familien kommen kann, gehen die Vorläufer mit Listen von Haus zu Haus und fragen, ob die Familien den Besuch des Nikolauses in diesem Jahr erneut wünschen. „Sie erreichen aber sicherlich nicht alle Häuser“, sagt Fugel. So ist auch eine telefonische Anmeldung ab dem 14. November möglich (siehe Infobox).

Die Organisation der Fahrtouren wurden anfangs von der Landjugend und der Kolpingsfamilie übernommen. Und auch heute werden die Fahrzeuge noch ehrenamtlich gestellt. „Es wird aber immer schwieriger Busse zu bekommen“, sagt Fugel. Diese seien allein schon wegen der hohen Mitra des Nikolauses nötig. „Es wäre schön, wenn örtliche Firmen Busse zur Verfügung stellen könnten.“ Und wenn auch das geklappt hat, hat das Team nur noch einen Wunsch. „Schnee wäre toll“, sind sich Fugel und Tebben einig.

Bis zum 25. November anmelden

Familien in Ramsloh, die am 5. oder 6. Dezember den Besuch vom Nikolaus mit seinen beiden Vorläufern und seinem Engelchen wünschen, können sich ab dem 14. und bis zum 25. November anmelden bei Karsten Fugel (Telefon   04498/ 707520) oder bei Anke Tebben (Telefon   04498/7611). Auch Firmen, die einen Bus zur Verfügung für die diesjährige Aktion stellen möchten, können sich bei ihnen melden.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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