Neuvrees Groß war der Respekt vor dem Stechen der Bienen auf dem Hof von Imker Herbert Janssen. „Ihr müsst keine Angst haben, das kommt nur selten vor“, beruhigt er die Schüler der Klasse 4d der Ludgeri-Schule Friesoythe. Kaum ausgesprochen, ist es schon passiert: Eine Biene verewigt sich im Nacken eines Schülers. Aber alles halb so wild: Die Spannung auf das, was Imker Janssen den Schülern vermittelt, stand im Fokus. Lebhafte Einblicke in seine Bienenvölker gab Janssen im Zuge des NWZ-Aktion „Plietsch“, einem Zeitungsprojekt für Grundschüler in Kooperation mit dem IZOP-Institut. Er klärte auch über die Frage auf, wie eigentlich Honig entsteht.

30 Völker mit jeweils 30 000 bis 50 000 Bienen beheimatet Janssen auf seinem Grundstück in Neuvrees. Und in jedem dieser Völker dreht sich alles um die Königin. Sie legt die Eier, um den Fortbestand des Volkes zu sichern. „Und wie lange leben die Bienen?“, fragt eine Schülerin. „30 Tage. Und erst in den letzten fünf Tagen tragen sie dazu bei, Honig zu holen“, so der Imker. Die Königin dagegen hat eine Lebenserwartung von mehreren Jahren.

Nur wenige Schritte hinter den Völkern befindet sich eine Blumenwiese. Quasi die Nahrungsquelle der Bienen. Und die Schüler nehmen es sofort wahr: „Es summt hier überall.“ Die Bienen ziehen dort ihren Nektar, um diesen mit in die Völker zu nehmen. Ihren Honig legen sie dann in einer Wabe ab, die sie nachher mit Wachs verschließen, so dass der Honig nicht auslaufen kann. Gekleidet mit einem Schutzanzug holt Herbert Janssen eine Wabe aus dem „grünen Karton“, entfernt die Bienen und nimmt sie mit in den Schleuderraum.

Bevor sie allerdings in die Schleuder können, müssen sie mit einer „Entdeckelungsgabel“ vorsichtig vom Wachs befreit werden, so dass der Honig auslaufen kann. Die golden schimmernde Wabe setzt der Hobby-Imker nun in die Schleudermaschine und lässt sie allmählich schneller rotieren. Es ähnelt etwas einer Waschmaschine: Durch die rotierenden Bewegungen schleudert der Honig aus der Wabe und läuft langsam in einen unten stehenden Eimer. Anschließend lässt Janssen den Honig noch durch ein Sieb laufen.

Der süße Duft macht am Ende Appetit auf eine Kostprobe. Und darauf ist natürlich auch Herbert Janssen vorbereitet. Auf schmackhafte Brötchen lassen die Schüler das süße Gut laufen. Und nach dem ersten Bissen ist klar: Es schmeckt! Den Bienen sei Dank.

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