CLOPPENBURG Musikalisch wurde den Zuhörern Erstklassiges geboten. Und die Figuren aus dem „König der Löwen“ bezauberten das Publikum.

von jan Cloppenburg CLOPPENBURG - Wilde Vögel ziehen ihre Bahnen knapp über die Köpfe der Menschen hinweg. Eine Giraffe folgt ihnen behäbig durch den Raum. Nein, wir sind nicht in der afrikanischen Steppe, sondern beim diesjährigen Konzert der Feuerwehrkapelle Cloppenburg in der Stadthalle. Das ambitionierte Orchester unter Leitung von Dirigent Torsten Ellmann musizierte am Sonntag unter dem Motto „Klangfeuer auf Meeren und Kontinenten“.

Die Eröffnung des Nachmittags war dem Ausbildungsorchester der Feuerwehrkapelle vorbehalten. Andrea Brinkmann dirigierte unter anderem den Titel „Discover Fantasy“, mit dem die über 50 jungen Leute auch beim Bundesmusikfest in vier Wochen in Würzburg antreten wollen.

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„Yabba Dabba Dooo“, rief Werner Brinkmann in den Applaus des Publikums, das vom Ausbildungsorchester schließlich eine Zugabe forderte. Das klang zwar in der Tat nicht ganz wie Fred Feuerstein, wie der Vorsitzende des Vereins selbstkritisch bemerkte, doch er wollte damit nur die Zugabe „Meet the Flintstones“ ankündigen.

Eilig nahm anschließend das Hauptorchester die Plätze ein, um der Mitgliederehrung beizuwohnen. Alois Grba, der Präsident des niedersächsischen Musikverbandes, und sein Vize, Herbert Brinkmann, gratulierten Paul Kathmann, Katja Schade und Marina Wilgen für ihre 20-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehrkapelle. Torsten Ellmann, Benno Henkenborg, Jürgen Hagedorn und Silvia Oberschelp konnten sogar fünf Jahre mehr vorweisen.

Nach der Ehrung stieg das Orchester ein mit der „Ukrainian Rhapsody“, die die Musiker aufgrund ihrer Schwierigkeit für einige Wertungsspiele vorbereitet haben. Virtuosität, Dynamik und Klangfülle stiegen in etwa wie die Geschwindigkeit des Taktstocks, den von nun an Ellmann führte. Um Vorfreude auf das längste Stück zu wecken, malte Werner Brinkmann kurz darauf verbal ein Bild von New York mit seinen vielen Facetten in die Köpfe der Hörer. In der 18-minütigen „New York Symphony“ von Komponist Serge Lancen ließ die Feuerwehrkapelle Stimmungen der Stadt – von kontrastreich bis harmonisch, von rasant bis entspannt – eindrucksvoll erklingen.

Nach der Pause verließen die Musiker alle Kontinente und tauchten mit „Beyond the Sea“ in unsichtbare Tiefen, um gleich darauf mit „Das Boot“ wieder aufzutauchen Ein großer Sprung führte das Orchester nach Afrika zum „König der Löwen“. Passend zu den Klängen von Elton John drängten sich die Tiere der Steppe in den Zuschauerraum. Die Figuren aus Pappmaschee wurden von einem Faschingsverein aus Ganderkesee getragen, zu dem zufällig Kontakt entstand. Zum Abschluss brachte ein Medley von Herb Alpert, dem Erfinder des Tijuana-Brass-Sounds, wieder Feuer in die musikalische Stimmung. Nach schallendem Applaus der Hörer erklangen zwei Zugaben als krönender Abschluss einer großartigen Darbietung.

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