Molbergen „Diese knapp 17 Jahre als Bürgermeister waren nicht immer geprägt von Gemeinsamkeit und Übereinstimmung, sondern auch von gegensätzlichen Auffassungen und manchmal auch von heftigen Auseinandersetzungen. Aber immer stand der gegenseitige Respekt über den Differenzen“, bekannte Molbergens Bürgermeister Ludger Möller, der sich am Sonntag bei der Eröffnung der Kirmes von den Bürgern verabschiedete. Der Adolf-Kolping-Platz war am Sonntagmittag proppenvoll, als Pastor Uwe Börner in einer launigen amerikanischen Versteigerung den Bürgermeister „feilbot“. 1003,83 Euro € kamen in einer Viertelstunde zusammen. Die glückliche Bieterin war schließlich Nicole Teeney aus Bremerhaven.

Los ging das Kirmesprogramm aber bereits am Samstag mit einem bunten Unterhaltungsnachmittag im Pfarrsaal. Hier gab es nicht nur Kaffee und Kuchen, den die Landfrauen Molbergen servierten, auch der Shanty-Chor „Dei Binnenschipper“ unterhielt die Besucher mit bekannten Melodien von der Waterkant. Als besonderes Highlight erzählten Heinz Prenger und Franz-Josef Drees als „Jupp und Hein“ Dönkes aus ihrem reichen Schatz an Lebenserfahrungen aus vielen Bereichen.

Nach dem Freibieranstich durch Bürgermeister Ludger Möller startete die Kirmes auf dem Adolf-Kolping-Platz offiziell. Möller selbst ließ es sich nicht nehmen, die Kaltgetränke selbst unters Volk zu bringen. Fahrgeschäfte und die unterschiedlichen Buden lockten danach zum Kirmesbummel, bevor am Abend die Open-Air-Fete mit der Molberger Band „Einvach Follgas“ startete.

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Der Kirmessonntag begann in Molbergen mit dem Hochamt als Familiengottesdienst zur Kirmes. In diesem Jahr wurde er von allen Kindergärten gestaltet. Zudem wurde Pater Jineesh, der in Zukunft Pfarrer Uwe Börner unterstützt, offiziell eingeführt. „Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Alle fünf Kindergärten waren stark vertreten. Es war ein toll gestalteter Einführungsgottesdienst für Pater Jineesh“, freute sich Pfarrer Uwe Börner.

Nach dem Gottesdienst begann das Markttreiben mit einem Konzert des Musikvereins Molbergen. Dazu lud die Gemeinde zum Frühschoppen mit Freibier ein. Bürgermeister Ludger Möller lobte Molbergen als ein Stück Paradies zwischen Marka, Timmerlager Bach und Soeste und sich selbst als George Clooney der Bürgermeister, der nicht nur grauer und gewichtiger, sondern auch attraktiver geworden sei. „Mein lieber Witali! Bis du diesen Body hast, ist es noch ein langer Weg. Mit Salatgurken und Paprikastreifen ist da nichts zu machen“, wandte sich Möller an seinen Nachfolger. Nur die Molberger Bratwurst bringe ihn in den dreistelligen Kilobereich.

„Am 31.10. endet meine Amtszeit. Es wird keine große Verabschiedungsfeier geben. Das ist nicht meine Sache“, so Möller, der die Kirmes nutzte, um sich von den Bürgern zu verabschieden. Sein Dank galt den Weggefährten und Freunden und vor allem den Vertretern der kommunalen und sozialen Einrichtungen und den Vertretern der Vereine. „Hier arbeiten Menschen, die ihre Freizeit zur Verfügung stellen. Sie sind für Molbergen unverzichtbar. Davor ziehe ich meinen Hut“, so Möller, der bekannte, in den 30 Jahren als Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Molbergen keinen Tag Urlaub genommen zu haben.

Das seien 900 übrige Urlaubstage. „Ich glaube, damit bin ich der preisgünstigste Bürgermeister“, hatte Möller errechnet. Er habe versucht, Dinge anzustoßen und sich massiv eingebracht mit seiner Arbeitskraft, seinem Engagement und seiner Kreativität. „Ich war gern Bürgermeister, aber ich freue mich auch auf den Ruhestand“, so Möller, der dann humorvoll von Pastor Uwe Börner mit einer amerikanischen Auktion versteigert wurde.

Als nach genau 15 Minuten der Hammer fiel, hatte Nicole Teeney aus Bremerhaven das letzte Gebot abgegeben und erhielt den Zuschlag. „Da Ludger Möller nicht gern die heimatlichen Gefilde verlässt“ (Pfarrer Börner), habe er 100 Euro € gezahlt und sich ausgelöst, so Möller. Immerhin erbrachte die Auktion 1003,83 Euro für die fünf Kindertagesstätten.

Zum Mittagessen bot die Ortsgruppe Molbergen des Deutschen Roten Kreuzes ihre beliebte Erbsensuppe an. Am Nachmittag gab es eine Kaffeetafel des Fördervereins der Molberger Schulen und einen bunten Nachmittag mit verschiedenen Aktivitäten.

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