Molbergen Die 1,20 Meter hohe Figur aus weißem Sandstein überragt alle anderen Krippenfiguren in der Molberger Pfarrkirche St. Johannes Baptist. Am Heiligabend lüftete Pfarrer Uwe Börner das Geheimnis der bis dahin mit einem violetten Tuch verhüllten Gestalt: Der Namenspatron der Pfarrkirche, vom Fürstenauer Steinmetz Heinz Stall geschaffen, ist in die Krippendarstellung integriert. „St. Johannes der Täufer erhält in unserer Krippe Zuflucht“, meinte Börner.

Mit dem inzwischen bekannten roten Buzzer der Molberger Krippe aktivierten die Besucher eine kleine Krippenandacht. Umrahmt von weihnachtlichen Klängen grüßte Börner die Besucher und wies auf die Darstellung der Johannes-Figur hin.

„In der ganz alten Kirche gab es eine Figur des Heiligen Johannes. Irgendwann wurde sie in der alten Friedhofskapelle aufgestellt. Sie stammt wohl aus dem späten Mittelalter“, schätzt Börner. Der Zahn der Zeit habe an ihr genagt. Außerdem sei sie für Antiquitätenjäger sicher wertvoll. Nun werde sie sicher verwahrt, ergänzte der Pfarrer.

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Aber der Pfarrpatron St. Johannes sollte schon als bildliche Darstellung einen Platz in der Gemeinde finden, waren sich die Verantwortlichen im Kirchenvorstand einig. In Bildhauer Heinz Stall aus Fürstenau fanden sie den Künstler, der eine Johannes-Figur als Nachbildung der ursprünglichen erstellen konnte. „Der neue Johannes wiegt 180 Kilogramm. Fünf gestandene Männer mussten sich ganz schön anstrengen, sie hier aufzustellen. Vorher aber musste das Krippengerüst so verstärkt werden, dass es die Figur trägt“, erklärte Börner.

Im Frühjahr 2020 soll ein eigener Bildstock in der Nähe des Pfarrhauses gebaut werden, in dem der neue Johannes seinen endgültigen Platz finden soll. Am Patronatsfest der Kirchengemeinde im Juni wird dann der Vechtaer Weihbischof Wilfried Theising den Bildstock weihen.

„An Johannes dem Täufer kommt niemand vorbei. Er bereitete Jesus den Weg und taufte ihn. Er überragt bei uns die Krippenfiguren. Und er soll auch in der Gemeinde einen Platz finden, an dem er immer präsent ist“, so der Molberger Pfarrer.

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