Mobergen /Ermke Mit einem feierlichen Dankgottesdienst an einem mit Feldfrüchten dekorierten Altar, mit einem Konzert des Musikvereins Molbergen und einem Ernteball hat die Pfarrgemeinde St. Johannes Baptist das diesjährige Erntedankfest in der Scheune des Landwirts Georg Diekmann in Ermke unter dem Motto „Danke für die Mettwurst“ gefeiert. Mehrere hundert Besucher wollten mit den Mitgliedern der KLJB, die das Fest vorbereitet hatten, „danken für die Arbeit der Bauern und all derer, die dafür sorgen, dass wir täglich zu essen haben“, wie Pfarrer Uwe Börner betonte.

Am Erntedankfest wolle die Kirche in Bewegung sein und da den Gottesdienst feiern, wo Menschen das Brot erzeugen. Börner kritisierte, dass heute der Ruf der Landwirtschaft durch unsachgemäße Darstellung nicht immer so sei, wie es die Bauern verdient hätten. „Es ist nicht mehr selbstverständlich, dass den Bauern die Wertschätzung entgegengebracht wird, die sie für ihre Arbeit verdient haben“, so der Molberger Pfarrer, der den Gottesdienst gemeinsam mit Pfarrer e. m. Konrad Drees, Diakon Holger Meyer und mit den Fahnenabordnungen der KLJB Molbergen und Peheim feierte.

Börner freue sich immer noch, wenn er eine gute Mettwurst bekomme. Schon der Geruch fasziniere ihn. Er sei dankbar allen Menschen vom Bauern über den Metzger bis zum Verkäufer, die daran gearbeitet hätten, dass sie so gut schmecke. Der Wert der Lebensmittel werde aber nicht immer geschätzt. Im Supermarkt gebe es alles. Der Bezug zur Produktion aber fehle vielen. Auch die Arbeit der Landwirtschaft werde nicht so gewürdigt, wie es richtig sei. „Schaut mal hinter die Kulissen. Schaut euch die Arbeit der Bauern an. Viele haben Existenznöte. Aber jeder macht seine Arbeit so gut, wie er kann. Dafür möchte ich danke sagen“, so Börner, der an die Bauern appellierte, im nächsten Jahr in einem anderen Gemeindeteil eine Scheune oder Diele für das Erntedankfest zur Verfügung zu stellen.

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Auch die Landjugendlichen kritisierten in ihren Fürbitten die Lebensmittelverschwendung und die Zerstörung der Umwelt. Nach dem Gottesdienst luden sie zum Konzert des Musikvereines und zur Party ein. „Ich bin heute mit dem Rad gekommen und habe viel Zeit für Gespräche. Die Landjugend will und soll ja auch etwas verdienen“, lud Börner die Gemeinde ein.

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