Markhausen /Bösel /Thüle In wenigen Tagen ist es wieder soweit. Dann werden sich am Mittwoch, 1. Mai, rund 1000 junge Menschen zu Fuß und mit gefüllten Bollerwagen ausgestattet auf den Weg zur Maisause beim Gasthof Sieger in Thüle machen. In den letzten Jahren haben sich dabei beim Fußvolk zwei Hauptstrecken etabliert. Die eine führt von Markhausen aus über die Mittelthüler Straße nach Thüle, die andere von Bösel aus über den Bernethsdamm. Beide Straßen sind an dem Tag für den Autoverkehr gesperrt.

Der Frühtanz bei Sieger ist seit Jahrzehnten ein beliebtes Ziel der Bollerwagentouren. Ab 9 Uhr ist das Festzelt neben dem Gasthof geöffnet. Ab 10 Uhr sorgen dann die Band „Live Sensation“ und DJ Sven für Stimmung.

Da für viele Partyfreunde aber auch nur der Weg das Ziel ist, sind die Bollerwagen meistens randvoll bepackt mit alkoholhaltigen Getränken. Der zum Teil übermäßige Alkoholkonsum ruft wiederum die Polizei und den Landkreis auf den Plan. „Es ist unverantwortlich – teilweise auch durch unbedachte Eltern –, wenn schon jüngste Teilnehmer Hochprozentiges zu sich nehmen und eventuell Alkoholvergiftungen erleiden“, sagt Polizeioberkommissar Gerd Binder von der Friesoyther Polizei. Die „Bollerwagenumzüge“ werden daher nicht nur von der Polizei Friesoythe, sondern auch von Mitarbeitern des Jugendamtes des Landkreises Cloppenburg beaufsichtigt und begleitet. Das Ziel: Alkoholmissbrauch in der Öffentlichkeit verhindern.

„Sie gefährden und schädigen ja nicht nur sich selbst, sondern auch Dritte“, betont Binder. Denn Alkohol trage vielfach zum Ausbruch von Aggressivität und Gewalt gegen andere bei. Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen seien häufige alkoholbedingte Ausfallerscheinungen.

„Das Hauptaugenmerk wird gleichermaßen auf der Prävention wie auch auf ordnungsrechtlichen und strafprozessualen Maßnahmen liegen, vor allem dann, wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung beeinträchtigt wird“, sagt Binder und zählt einige Maßnahmen von Polizei und Jugendamt auf: Präsenz an bekannten Treffpunkten und niederschwelliges Einschreiten Alkoholisierte Kinder/Jugendliche werden rigoros den Eltern übergeben Beschlagnahme von Alkoholika bei Kindern und Jugendlichen gemäß den Jugendschutzbestimmungen und dem Polizeigesetz
 Kontrolle von Tankstellen, Lebensmittelgeschäften, Kiosken und Gaststätten auf Einhaltung des Jugendschutzgesetzes
 Erteilung von Platzverweisen, gegebenenfalls von Aufenthaltsverboten, bei Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung
 Meldung Jugendlicher nach alkoholbedingten Vorfällen an die Führerscheinstelle (Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen)

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Friesoythe / Redaktion Münsterland
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