Kolping-Bezirksverband
Wallfahrt mit Gottesdienst und Lichterprozession

Bild: Heinz haupt
Zur Wallfahrt hatten die einzelnen Vereine ihre Banner mitgebracht.Bild: Heinz haupt
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Löningen Zur Wallfahrt des Kolping-Bezirksverbands Löningen begrüßte der Vorsitzende Rudolf Brinkmann aus Lastrup zahlreiche Mitglieder aus sieben Vereinen. Im Mittelpunkt der Wallfahrt standen ein Gottesdienst in der Basilika in Bethen und die anschließende Lichterprozession.

Der gemeinsame Weg der Wallfahrer führte zusammen mit Banner-Abordnungen über den Kirchplatz, vorbei an der Gnadenkapelle in die Kirche. Hier feierte der Pfarrer Günther Mleziva mit den Pilgern einen Gottesdienst, der von der Beverner Kolpingsfamilie vorbereitet worden war.

Mleziva rückte die gegenwärtig angespannte Lage auf politischer Ebene in Teilen der Bundesrepublik in den Vordergrund seiner Predigt. Dabei stellte er eine Verbindung zur Situation während der Lebenszeit Adolph Kolpings her.

Damals wie heute hätten Menschen eine Heimat gesucht. Der 1813 geborene Priester Kolping habe die Zeichen der Zeit erkannt. Er sei in die Fußstapfen Jesu getreten und habe seinen Mitmenschen Orientierung und Perspektiven geboten. Er habe die Pforten seines Hauses geöffnet und den wandernden Gesellen Hilfe in religiösen sowie sozialen Nöten geboten. Der Geistliche stellte die Frage: „Ist unsere Gesellschaft krank?“ In vielen Situationen sei das deutlich spürbar. Jeder Mensch solle sich den Spiegel vors Gesicht halten und sich ehrlich hinterfragen, was er tun könne, um die Welt im eigenen Umfeld zu verbessern. Alle, die sich Christen nennen, sollten sich rückhaltlos gegen Hass, Verachtung und Ausgrenzung gegenüber Mitmenschen anderer Nationen, Rassen, Hautfarben und Religionen stellen und die Würde aller Geschöpfe Gottes achten.

An Stelle von Berührungsängsten solle man Menschen, die durch Krieg und Terror ihre Heimat verlassen mussten und Schutz suchen, das Gefühl vermitteln „Du bist mir willkommen“. Echte Begegnung werde dort Realität, wo das Herz eines Menschen das Herz eines anderen berühre. „Wo ich einen Mitmenschen missachte und nicht wertschätze, versündige ich mich vor einem Ebenbild Gottes“, sagte Pfarrer Mleziva, der auch zu einem tatkräftigen Einsatz für soziale Gerechtigkeit im Geiste Adolph Kolpings aufforderte. Der Sozialreformer sei ein Beispiel dafür, wie das Leben in Familie, Beruf und Gesellschaft positiv gestaltet werden könne.

Eine friedliche Welt beginne im eigenen Umkreis mit einem freundlichen Wort, einer helfenden Hand und einem aufrichtigen Lächeln, schloss Mleziva seine Predigt. Eine Lichterprozession zur Gnadenkapelle und ein gemeinsames Gebet bildeten den Abschluss der Wallfahrt.

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