Löningen Vor 60 Jahren, am 11. Februar 1958, hatte Bischof Michael Keller im Münster Josef Saalfeld zum Priester geweiht. Am Sonntag feierte er mit zehn Geistlichen, unter ihnen auch Weihbischof Wilfried Theising, und im Beisein Hunderter Gläubiger einen festlichen Dankgottesdienst in der St.-Vitus-Kirche. Die kirchlichen Verbände waren mit zwölf Fahnenabordnungen vertreten, die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchenchor Cäcilia unter Leitung von Oliver Strauch. Im Anschluss zog Saalfeld durch einen Spalier der Gläubigen und mit Applaus zum Empfang, den ihm die Gemeinde im Vikar-Henn-Haus bereitete.

Er freue sich sehr über die zahlreichen Gläubigen, sagte Saalfeld, der den Gottesdienst im Rollstuhl zelebrierte. Seit mehreren Jahren könne er bei Messfeiern nicht mehr stehen, meinte er. „Aber das stört hoffentlich keinen.“ Dass er trotz Alter und Krankheit seinen Humor behalten hat, bewies er gleich mit einer Anekdote. Als er 1952 zum Studium ins Borromäeum nach Münster gekommen sei und der Regens hörte, dass Saalfeld vier ältere und eine jüngere Schwester habe, habe dieser gemeint: „Gebenedeit bist Du unter den Frauen.“

Als er geweiht wurde, waren sie 36 junge Männer, erzählte Saalfeld. Neun würden noch leben. Auch seine Schwestern seien inzwischen bis auf eine verstorben, doch es wären dafür seine zehn Neffen und Nichten mit Familien hier und sogar damalige Jugendliche aus seiner Kaplanszeit in Delmenhorst und Vechta.

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Bevor Saalfeld 1972 zum Pfarrer von Löningen berufen worden war, war er zwei Jahre Pfarrrektor in Kellerhöhe. „Eine Traumgemeinde, da wollte ich eigentlich bleiben.“ Die kommenden 35 Jahre hätten dem gebürtigen Lohner Löningen aber zu seiner zweiten Heimat gemacht. Schon ein Jahr nach Amtsantritt wurde er zum Dechanten gewählt. Bis 1997 über er dieses Amt aus. 2003 verlieh ihm die Stadt Löningen in Anerkennung seiner Dienste für die Stadt und die Menschen die Ehrenbürgerwürde.

Seinen Dienst am Altar wollte Saalfeld eigentlich bis zum 75. Lebensjahr verrichten. Am 1. Februar 2007 übergab er sein Amt jedoch aus gesundheitlichen Gründen kurz vor seinem 74. Geburtstag an Berthold Kerkhoff.

„Deine Stimme ist noch klar und fest. Es klingt für viele so, wie der alte Pastor immer zu ihnen gesprochen hat“, zollte auch Weihbischof Theising seinem Mitbruder Respekt.

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