Barßelermoor Ein seltenes Glück ist einem Ehepaar in Barßelermoor vergönnt: Gerhard (Gerd) und Katharina (Käthe) Lammers blicken auf 70 gemeinsame Ehejahre zurück und können an diesem Donnerstag, 19. Juni, Gnadenhochzeit feiern. Dieses Ehejubiläum ist nicht vielen Paaren vergönnt.

Es ist ein denkwürdiger Tag, den es im Hause Lammers zu bejubeln gibt. Das Ja-Wort fürs Leben gab sich das Jubelpaar 1944 im Standesamt Stolberg (Rheinland). Heute leben die beiden in Barßelermoor. „Es ist eine Gnade, so lange zusammen sein zu dürfen“, sagt das Paar vor dem großen Festtag. Bundespräsident Joachim Gauck schickte extra einen eigenhändig unterschriebenen Gruß. Gerd Lammers hat das überprüft. Er hat auf der Rückseite des Briefes nachgesehen, ob der Stift durchgedrückt hat. Hat er.

Sie haben Höhen und Tiefen miteinander erlebt und gemeinsam durchgestanden, erzählt das Paar. Gesundheit, miteinander zufrieden sein und nicht streiten – das sei das einfache Rezept für ein langes gemeinsames Leben.

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Noch viel gereist

Den Haushalt bewältigen die beiden noch alleine. „Meine Frau kocht mir noch immer ein schönes Mittagessen“, lobt der Jubilar seine Gattin. Bis vor einigen Jahren seien sie noch viel gereist. Vor allem die Berge im österreichischen Kössen haben es dem Paar angetan. „Das geht leider nicht mehr so. Die Beine wollen nicht mehr so richtig“, sagt der 96-jährige Lammers und lächelt dabei.

Der Jubilar wurde am 24. September 1917 in Barßelermoor geboren, und seine Ehefrau Käthe Lammers, geborene Richard, erblickte am 17. Dezember 1921 in Stolberg das Licht der Welt. Kennen gelernt hat sich das Paar in den Kriegsjahren per Feldpost. Aus den ersten Briefzeilen entstand eine tiefe Freundschaft und schließlich die große Liebe.

Nachdem sich Gerd und Käthe Lammers 1944 entschlossen hatten, den Lebensweg gemeinsam zu beschreiten, geriet der Bräutigam in Gefangenschaft. Erst nach vier Jahren sah er seine Frau wieder. Die war 1945 mit einem Viehtransporter von Stolberg nach Papenburg gereist. „Den Weg von Papenburg nach Barßelermoor bin ich zu Fuß marschiert“, erinnert sich Käthe Lammers.

Zunächst wohnte das Paar dann im elterlichen Haus von Elisabeth und Heinrich Lammers. Im Jahre 1953 bauten sie sich ein eigenes Wohnhaus. Nach der Schulzeit fuhr Gerd Lammers zunächst als Matrose zur See. Auf „großer Fahrt“ ging es rund um den Erdball. Später wurde er zum Reichsarbeitsdienst nach Remels beordert. Es folgten zwei Jahre Dienst bei der Marine auf der Insel Helgoland.

Alle Hände voll zu tun

Durch die Kriegswirren geriet Lammers von 1945 bis 1948 in Kriegsgefangenschaft. Der Schifffahrt blieb er aber danach treu. Er ging in die Binnenschifffahrt und fuhr Rhein und Mosel rauf und runter. Mit an Bord in den ersten Jahren bis zur Geburt von Tochter Karin war Ehefrau Käthe. „Das hat viel Spaß gemacht. Ich war quasi Smutje“, sagt die 92-Jährige ein wenig verschmitzt.

Nach einer kurzen Stippvisite im Schlengenbau bei der Firma von Essen war Gerd Lammers bis zum Eintritt in den Ruhestand beim Wasserwirtschaftsamt tätig. 1976 regierte er beim Kleinkaliber-Schützenverein Barßelermoor als Schützenkönig. Ehefrau Käthe Lammers hatte alle Hände voll zu tun, um die drei Kinder zu erziehen.

Zum dem außergewöhnlichen Ehrentag gratulieren die Kinder, vier Enkel- und drei Urenkel sowie die Gemeinde.


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