Lastrup Im kleinen Rahmen ist das Lastruper Bürgerhaus eingeweiht worden. Als denkmalgeschütztes Gebäude soll es Veranstaltungsraum und Treffpunkt aller Vereine und Bürger werden. Die Corona-Krise hatte die Einweihung nur in kleinem Kreis in der neuen Kulturscheune mitsamt Rundgang in Kleingruppen zugelassen. Was die Offiziellen zu sehen bekamen, war durchaus ein Beispiel einer gelungenen Sanierung, alte und neue Elemente waren geschickt kombiniert worden.

Bürgermeister Michael Kramer konnte bei großer Hitzerund 40 Gäste begrüßen. Unter ihnen waren Silvia Breher (MdB), Christoph Eilers (MdL) sowie Ehrenbürgermeister Josef Lübke, der auch Sprecher des Arbeitskreises Dorferneuerung ist. „Der Rat hat 2014 mit dem Beschluss, das Haus der Familie Meiners aus dem Jahr 1902 zu kaufen, Mut bewiesen“, so Kramer. Er bezeichnete es als glückliche Lösung, die Sanierung des Gebäudes im Rahmen der Städtebauförderung durchgeführt zu haben. So bekam man 1,185 Millionen Euro aus dem Fördertopf Soziale Integration im Quartier: „Von den geplanten 1,3 Millionen Euro Baukosten erhielten wir so 90 Prozent. Das ging nur mit Hilfe der Politiker.“

Nun sei auch das Nutzungskonzept entwickelt. Der Heimatverein erhalte mit der Heimatstube und dem Spitzboden als Archiv feste Räume. Alle anderen Gruppen könnten ebenfalls das Bürgerhaus nutzen. Vorher müsse der Termin aber mit der Sozialkoordinatorin Verena Rammler abgesprochen werden. Auch das Standesamt der Gemeinde befindet sich nun im Bürgerhaus.

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„Menschen sollen hier einkehren“, sagte Pastor Jürgen Schwartz, bevor er mit Pfarrer Günter Mleziva die Räumlichkeiten einweihte. Patricia Bonnay, Dezernatsleiterin des Amtes für regionale Landesentwicklung, gab einen Rückblick zur Dorferneuerung in Lastrup. Mit „Zwei Jahre Bauzeit in 20 Minuten“ zeigten die Verantwortlichen sogar einen Film über die Sanierung.

Gemeinde Lastrup trägt 535 000 Euro der Kosten

2014 beschloss der Rat der Gemeinde Lastrup, das „Meiners-Haus“ an der Vlämischen Straße zu erwerben. Die Kostenschätzung für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1902 belief sich auf etwa 1,3 Millionen Euro.

Insgesamt steht eine Nutzfläche von 743 Quadratmetern zur Verfügung. Davon entfallen 491 Quadratmeter auf das Wohnhaus. Je 126 Quadratmeter sind Scheune und Keller groß. Weiter befindet sich dort ein etwa sechs Meter tiefer, aber noch intakter Brunnen, der wohl im Mittelalter als zentrale Stelle der Wasserversorgung der Bevölkerung diente. Der historische Keller soll für Besucher zugänglich gemacht werden.

Gefördert wird die Maßnahme zu 90 Prozent aus dem Förderprogramm Soziale Integration im Quartier. Mit Einrichtung und unerwarteten Nebenkosten verbleiben der Gemeinde noch Kosten von 535 000 Euro.

Im Einzelnen wurden die Außenfassade saniert, die beiden Dächer erneuert sowie alle Fenster, Türen und Tore ausgetauscht. Weiter wurden die Eingangstür saniert, die Gartengrotte wiederhergestellt, eine neue Terrasse im rückwärtigen Bereich geschaffen, elf Parkplätze gepflastert und ein Bauerngarten angelegt. Über den Lift in der Kulturscheune sind alle Räume barrierefrei zu erreichen.

Begleitet wurden die Arbeiten vom Planungsbüro Heilig aus Bersenbrück, das auch die Entwurfsplanung entwickelte. Zudem hatte Andreas Wegmann vom Amt für Denkmalpflege des Landkreises Cloppenburg die Arbeiten fachlich unterstützt.

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