Lastrup Am 30. August 1988 fand im Lastuper Pfarrheim St. Michael die erste Gruppenstunde der Kreuzbundgruppe Lastrup statt. Seit 30 Jahren treffen sich dort regelmäßig am Montag Menschen, die ein suchtfreies Leben anstreben und dabei Unterstützung und Hilfe bekommen oder geben möchten.

Mitglieder als Weggefährten

Am 23. Februar 1896 gründete Pfarrer Josef Neumann in der Nähe des Aachener Doms den „Katholischen Verein gegen Missbrauch geistiger Getränke“, 1899 in „Katholisches Kreuzbündnis“ umbenannt. Die eigene familiäre Betroffenheit lag der Gründung des Vereins zugrunde. Im Laufe der Geschichte erhielt er aus diversen Gründen neue Namen. „Verein abstinenter Katholiken“, „Kreuzbündnis-Verein abstinenter Katholiken“. 2004 wurde der jetzige Name „Kreuzbund e.V. – Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige“ auf der Delegiertenversammlung beschlossen.

1917 schloss der Kreuzbund sich als Fachverband dem Deutschen Caritasverband an. 1968 wurde Alkoholismus als behandlungsbedürftige unverschuldete Erkrankung anerkannt. Der Kreuzbund ist eine katholische Selbsthilfeorganisation und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige.

Die Mitglieder sind „Weggefährten“. Diesen Namen trägt auch die Verbandszeitschrift. Sie vermitteln Suchtkranken die nötige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Gruppen und Helfer werden tätig in der begleitenden Mithilfe und Mitbetreuung während einer ambulanten und/oder stationären Behandlung. Sie sind oft erste Anlauf- und Kontaktstelle für den Suchtkranken und/oder dessen Angehörige. Schon hier arbeitet der Kreuzbund eng mit psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstellen zusammen.

Der Kreuzbund ist die katholische Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und ihre Angehörigen. „Ich helfe mir selber“ steht im Vordergrund. Gemeinsam mit Menschen, die die gleichen Erfahrungen, Enttäuschungen und Kämpfe hinter sich haben, trifft man sich, um auf der Grundlage dieser persönlichen Geschichten abstinent zu werden oder seine gewonnene Abstinenz zu erhalten. Das gilt auch für Angehörige, die im Austausch mit anderen Angehörigen ihre Geschichte bearbeiten. Selbsthilfe bedeutet immer ein Zusammenschluss von Menschen mit gleichen Erkrankungen oder Problemlagen.

Hilfe beim Kampf gegen die Sucht

Der Kreuzbund bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe, um aus der Sucht auszusteigen. In den Gruppen erfahren sie durch Gespräche Hilfe zur Selbsthilfe. Jeder Mensch ist beim Kreuzbund willkommen. Die Gruppenarbeit ermöglicht es den Teilnehmern, ihre Probleme zu besprechen und zu lösen, sich im Alltag zurechtzufinden und eine positive Lebenseinstellung zu gewinnen.

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Der Kreuzbund fördert und praktiziert eine sinnvolle alkoholfreie Freizeitgestaltung. Bundesweit treffen sich in rund 1600 Gruppen wöchentlich etwa 30 000 Menschen. Im Landesverband Oldenburg sind rund 20 Gruppen organisiert. Diese sind für alle Menschen unabhängig von Religion, Alter oder Nationalität offen. Gruppenarbeit, Gespräche und alkoholfreie Geselligkeit helfen den Gruppenteilnehmern, eine zufriedene Abstinenz zu erreichen.

„Die Alkoholerkrankung ist auch eine Familienkrankheit, die auf Dauer die gesamte Familie betrifft und alle Familienmitglieder mit ins Verderben zieht“, hat Suchtkrankenpfleger Jürgen Landwehr, der seit 20 Jahren zusammen mit seiner Frau Iris die Lastruper Ortsgruppe leitet, erfahren. Die Auflösung familiärer Strukturen, Konsumpropagierung und Arbeitslosigkeit seien Gefahren für suchtgefährdete Menschen. In der heutigen Zeit brauche deshalb der Einzelne Solidarität und Weggefährten.

Cloppenburger Gruppe wurde zu groß

Die Lastruper Ortsgruppe St. Petrus ging aus den Cloppenburger Gruppen, die zu groß geworden waren, hervor. Anfangs wurde die Gruppe durch die Mitbegründer Josef Jans aus Scharrel (ehemals Lastrup) und Siegfried Framme (Cloppenburg) unterstützt. Einige Jahre später entstand aus der Lastruper Gruppe auch die Kreuzbundgruppe St. Anna Löningen, die sich aber wieder aufgelöst hat. Seit 2000 arbeiten die Mitglieder der Lastruper Gruppe auch im Essener St.-Leo-Stift und bieten auf der Station einen Gesprächskreis für alkoholkranke Menschen an. Eine feste Einrichtung der Gruppe sind die Betstunden in der Fastenzeit, zu der auch die Gläubigen der Pfarrgemeinde St. Petrus eingeladen sind.

„Auch nach 30 Jahren treffen wir uns jeden Montag von 19.30 Uhr bis 21 Uhr im Pfarrheim St. Michael, Wallstraße 4. Alle, die Hilfe wollen und ein suchtfreies Leben möchten, sind in unserer Gruppe herzlich willkommen und gut aufgehoben“, lädt Jürgen Landwehr ein. Er und seine Frau geben gerne weitere Infos unter Telefon   04472/688842.

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