Altenoythe Wer hätte gedacht, dass einmal Songs von „The Doors“, „Santana“ „Pink Floyd“, „Simon & Garfunkel“ oder sogar der Rockband „Creedence Clearwater Revival“ (CCR) Einzug in ein Gotteshaus halten würden. Doch der wieder einmal andere Gottesdienst des Teams „Laboratorium“ machte es am vergangenen Freitagabend in der Dreifaltigkeitskirche in Altenoythe möglich. Die vom Laboratorium-Team ausgewählten Lieder passten wunderbar zum Thema „Sehnsucht“, um das sich alles in dem rund eineinhalbstündigen Gottesdienst drehte.

Nicht wenige Menschen kommen über Musik mit ihrer Sehnsucht in Kontakt – oft sind es gerade die alten Lieder, die diesen Kontakt bringen. Der Band „H.A.S.C.H.“ gelang es wunderbar, die Musik dezent zum Thema rüberzubringen. Dabei hätten die Kirchgänger beim Betrachten des nach Wasser lechzenden kapitalen Hirsches auf dem Ankündigungsplakat doch eher an eine Jägermesse denken können. Das Tier stand sinnbildlich für eine Seele, die nach Gott lechzt.

Der ansonsten nüchtern wirkende Kirchenraum strahlte mit LED-Lichtern, Kerzen und Installationselementen eine warme, anheimelnde Atmosphäre aus. Der Gottesdienst bot den rund 250 Besuchern Anreize und Raum für die Auseinandersetzung mit der eigenen Sehnsucht. Dazu war ein kleiner „Basar der Sehnsüchte“ am Marktstand mit 20 Sehnsuchtsbegriffen aufgebaut.

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Die Gläubigen suchten individuell ihr eigenes inniges Verlangen aus – angefangen von Wohlstand, Gelassenheit, Geborgenheit bis zu Zeit und Heimat. Mit ihren Sehnsüchten zogen sich die Besucher an einen für sie passenden Ort im Raum der Kirche zurück. Auf Moderationskarten notierten sie den Namen von Personen, die sie gerne am Abend bei sich gehabt hätten und legten diese auf der „kleinen Straße der Sehnsucht“ im Mittelgang ab, während die Band „H.A.S.C.H. den Pink-Floyd-Klassiker „Wish you were here“ spielte.

So entstand eine lange Papierbahn, die im Rückraum der Kirche an einer Säule mit der Aufschrift „Sehnsucht“ begann und im Chorraum an einer weiteren Säule, betitelt mit „Gott“, endete. Nur ein Stück Papier, das aber die Verbundenheit mit und Sehnsucht nach Gott in dem wieder einmal besonderen Gottesdienst wunderbar symbolisierte.

Gott als unendliche Antwort auf die unendliche Sehnsucht des Menschen? Diese These nahmen die Besucher mit nach Hause, nachdem sie für die Akteure des Abends reichlich Beifall gespendet hatten.

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