NEUSCHARREL Eine fulminante Generalprobe des plattdeutschen Lustspiels „De Tyrann“ bot vor über 130 begeisterten Senioren aus Altenoythe, Kampe und Neuscharrel die „Theoatergruppe Neischarrel“. Man könnte es auch eine Sternstunde des plattdeutschen Laientheaters nennen, denn es stimmte alles: Das Stück bot eine amüsante Story mit viel Schwung und Pep, der Text war witzig, voller Späße, gekonnter Wortspiele und aktueller Anspielungen – und die Darsteller zeigten sich in allerbester Spiellaune.

Nur kurz zeigten anfangs die sonst souverän agierenden Akteure Nerven, doch nachdem die ersten spontanen Lacher kamen und es Applaus auf offener Szene gab, spielten die Neuscharreler Laiendarsteller ihr ganzes Können aus.

Prahlerische Art

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Bewundernswert die Kondition von Stefan Fuhler. Fast drei Stunden beherrschte er in allen Facetten die Rolle des tyrannischen Bürgermeisters Albert Abeln, der vor dem Empfang anlässlich seines 50. Geburtstags in seiner überheblichen und prahlerischen Art alles und alle beherrschen will, auch seine Tochter Lisa (Kerstin Kuper).

Die jedoch begehrt auf und greift zu einer List: Ihr Freund Peter Bacher (Christoph Brake) gibt sich auf ihr Anraten als Scheich Abdul Achmed aus Saudi-Arabien aus. Und bringt so durch seine unwiderstehliche höfliche und ironische Art den Bürgermeister in große Schwierigkeiten und hochnotpeinliche Situationen. Doch Bürgermeister Babel dreht und windet sich aalglatt nach Art eines Politikers, redet sich überall heraus und will alles zu seinen Gunsten manipulieren.

Daraus ergeben sich die kuriosesten und äußerst grotesken Situationen. Zudem platzt die listige und durchtriebene Putzfrau Rosalinde (Thekla Brake) immer im unpassendsten Augenblick herein, bekommt dadurch alle „Geheimsachen“ mit und posaunt diese dann nach ihrer Lesart in alle Richtungen aus. Auch als sich nach Babels Rat sein Freund Fritz Müller (Thorsten Bohlsen) als „Perle des Orient“ verkleidet, um den vermeintlichen Scheich zu betören, geht das natürlich gründlich daneben. Und das Publikum hat an dieser urkomischen Situation seine helle Freude. Mehr sei aber vom weiteren Geschehen nicht verraten.

Viele Helfer dabei

Spielleiter Heinrich Eilers gelang es, alle sieben Darsteller zu einem geschlossenen Ensemble zusammenzuschmieden. Auch Petra Brune-Wemjes als „Vörseggerin“, Irmgard Sonntag und Annegret Schlangen in der Maske und viele andere unsichtbare Helfer trugen zum Gelingen der Vorstellung bei.

Die Premiere steigt am Sonnabend, 6. März, 20 Uhr. Weitere Vorstellungen finden statt am Sonntag, 7. März, 19.30 Uhr, und am Sonnabend, 13. März, 20 Uhr, jeweils im Neuscharreler Jugendheim.

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