Bösel Aus einer alten Pumpe plätschert Wasser auf den Kies, die Abendsonne lässt sich noch in der Sitzecke unter dem offenen Pavillon blicken, Herbert Bley öffnet eine Flasche Wein.

Wie schön es bei Herbert und Marianne Bley im Garten ist, hatte sich rumgesprochen. So standen bereits die Böseler und die Garreler Landfrauen vor der Tür, um sich ins Grüne zu begeben. Auf etwa 740 Quadratmetern gibt es viel zu entdecken: drei Brunnen und eine Feuerstelle inmitten von 170 Buchsbäumen, dazwischen Skulpturen und Gemäuer, verzweigte Wege und Lauben. Für ihre eigenen Kunstausstellungen haben die Bleys auch schon die 30 Staffeleien aus dem Keller geholt. „Kunst und Natur lassen sich wunderbar miteinander verbinden“, schwärmt Herbert Bley.

Der 67-Jährige war bis zu seiner Pensionierung unter anderem Kunstlehrer wie auch Schulleiter an der Böseler Oberschule. Seither hat er nicht nur mehr Zeit für seine Ölgemälde und Kalligraphie, Skulpturen und Denkmäler. Zusammen mit seiner Frau Marianne verbringt er viele Tage im Sommer damit, den Garten zu gestalten. Die 66-Jährige war bis 2014 als Sozialpädagogin bei der Caritas in Altenoythe angestellt.

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Jede Ecke genutzt

In den Garten hinein führt ein gepflasterter Weg. Rasenfläche gibt es auf der Ostseite des im Jahr 1975 erbauten Hauses keine – dafür reichlich gemütliche Sitzecken mit liebevoll gestalteten Details. „Wir haben jede Ecke genutzt“, erklärt Herbert Bley. Ein mit Efeu bewachsener Holzzaun umschließt den Garten; integrierte Holzbänke schaffen Sitzgelegenheiten.

Wahrhaft wohnlich

Relativ neu ist der Steinofen. Einen großen Findling hat Herbert Bley verbaut, außerdem alte Ziegel und Basalt. „Hier wollen wir Brot und Pizza backen.“ Auf die Premiere freuen sich schon die drei Enkel. Folgt man dem Weg weiter, kann man in eine versteckte Sitzecke abbiegen, hinein in den offenen Pavillon. „Hier spielen wir zum Beispiel abends Karten“, sagt Bley und knipst demonstrativ das Licht an. In einem alten Kupferkessel stehen Kerzen. „Darin hat man früher Wasser erhitzt oder Wäsche gewaschen.“ Herbert Bley hat ein Händchen dafür, alte Dinge umzufunktionieren. „Aus Resten lässt sich jede Menge machen“, sagt er enthusiastisch.

Auf einem noch schmaleren Weg, gepflastert aus kleinen Findlingen, geht es zur Lagerfeuer-Runde – wirklich jede Ecke wird genutzt. In dem großen Kessel will Bley auch bald die erste Gulaschsuppe kochen. Sechs Leute finden drumherum Platz auf einer Mauer. Ausgestattet ist die mit außergewöhnlichen Sitzkissen aus Beton.

Kunstvoll und offen

„Den Beton habe ich in Plastiktüten gefüllt und mich draufgesetzt, um die Form anzupassen“, erklärt der Künstler. Auch hier sitzt man inmitten von Pflanzen und Büschen, der Natur ganz nah. Bis auf einen Olivenbaum, den Kanas und die vielen Sukkulenten gibt es überwiegend heimische Pflanzen.

Auf der Terrasse ist Platz für ein Frühstück unter dem Sonnenschirm mit der ganzen Familie. Dass zu den Nachbarn ein gutes Verhältnis besteht, verrät der grüne Durchgang zum Nachbargrundstück.

Sonnig

Auch die Nordseite ist mit Geräteschuppen und Komposthaufen ideal genutzt. Ein Stückchen weiter wachsen Gurken, Salbei und Himbeeren auf einem Hochbeet. Auf der Westseite genießen die Bleys unter duftenden Rosen die Abendsonne beim Lesen, während ein weiterer Brunnen plätschert, die Nachbarn freundlich von der Straße grüßen – und eine grazile Frau aus Italien mit einem Wasserkrug unterm Arm dabei zusieht. „Die Skulptur ist ein Mitbringsel aus dem Urlaub“, erklärt Herbert Bley.

Die Sonnenseite liegt vor dem Haus: auf der Liegewiese unter einer großen Rotbuche kann das Ehepaar ordentlich Sonne tanken. Zwischendurch gibt es Tee und Kuchen auf der kleinen Terrasse. Damit ist man bei der Auffahrt angelangt. Die Gartenarbeit schätzen Herbert und Marianne Bley sehr, denn der Garten bietet neben einem kreativen Hobby auch die Nähe zur Natur und Bewegung an der frischen Luft.


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Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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