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BARßEL Trotz schwerer Grippe stand Hansel Loots auf der Bühne. In dem plattdeutschen Stück der Theatergruppe der Kolpingfamilie Barßel ging es turbulent zu.

von Hans Passmann BARßEL - Wenn keine Schwiegertochter zu finden ist, muss eine gekauft werden: Diese Idee sorgt in der Komödie „De geköffte Swegerdochter“ für allerlei Verwicklungen und Komplikationen – und bei den Besuchern für Heiterkeit. So auch bei der Premiere der Theatergruppe der Kolpingfamilie Barßel am vergangenen Sonnabend im Schulzentrum Barßel: Die Lachmuskeln der Besucher wurden arg strapaziert.

Die Darsteller liefen in dem Schwank zur Hochform auf, kleine Unsicherheiten wurden gekonnt überspielt, und die Laienschauspieler brachte nichts aus der Ruhe. Auch dann nicht, als Roswitha Deters, die in dem Stück Hildegard Paulsen spielt, für einige Augenblicke herzhaft lachen musste – ohne dass dies zu ihrer Rolle gehört. „So ist das nun einmal bei einer Liveaufführung“, meinte Hans Geesen, Vorsitzender der Barßeler Kolpingfamilie. Doch die Besucher fanden die ungewollte Einlage sehr amüsant und „Hilla“ erhielt reichlich Beifall.

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Auch bei der eigentlichen Handlung kam das Publikum auf seine Kosten. Das Bühnenbild, mit viel Liebe und einem guten Auge fürs Detail von den zahlreichen freiwilligen Helfern der Kolpingfamilie Barßel erstellt, kam ebenfalls gut an. „Die haben sich viel Mühe gegeben. Das Bühnenbild ist toll, spricht die Besucher an, und so springt der Funke der Begeisterung gleich von den Akteuren auf der Bühne auf die Zuschauer über“, zeigten sich Carl-Heinz Vehn und seine Gattin Irmgard begeistert, die erstmals die Senioren-Aufführung mit Kaffee und Kuchen, die zugleich die Premiere war, besuchten.

Das Stück spielt auf dem Hof von Paul Paulsen (Georg Hoffbuhr), der seinen Sohn Richard (Peter Thoben) in Urlaub geschickt hat, damit dieser sich eine Frau für das Leben sucht. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach: Richard kehrt ohne Frau zurück. Mit der Ausrede, die Schwiegertochter komme nach, fangen die Schwierigkeiten an. Knecht Karl Korn (Hansel Loots) kennt eine Lösung: Andreas Brunokowski (Thomas Dierks) soll die Braut spielen. Zunächst weigert er sich, doch dem Angebot von Richard und Karl kann er nicht widerstehen, und so schlüpft er in die Frauenrolle. Er ahnt nicht, dass der künftige „Schwiegervater“ jedem Rockzipfel nachläuft. Thomas Dierks spielt die Frauenrolle perfekt. Dabei fühlte er sich in den „Frauenkleidern“ gar nicht so recht wohl.

Neben dem Heiratsmuffel Richard gibt es auch noch die heiratswütige Gaby (Carina Ollermann), die auf dem Hof Paulsen zu Besuch ist. Ihre Mutter Renate Albers (Romy Hoffbuhr), die überdrehte „Großstadtpflanze“, will nur eines: einen reichen Mann für die süße Tochter. Und das ist nur ein Teil der Verwicklungen. Zum Chaos tragen auch noch Hinnerk (Andreas Schneider) seine Ehefrau Leni (Heike Westerkamp), ein Hausdrachen, und Marion (Margit Schulte) als Knecht Mario bei.

Ein besonderes Lob gebührt Hansel Loots als Knecht Korn. Trotz einer starken Grippe wagte er sich direkt vom Bett aus auf die Bühne in der Aula des Schulzentrums. „Eigentlich gehöre ich ins Bett. Doch dann müssten die Aufführungen ausfallen. Das kann ich aber den Leuten, die sich schon so lange auf das Stück freuen, nun wirklich nicht antun“, sagte Loots.

Trotz vieler Verwicklungen endet das Stück mit einem Happy-End. Wer es noch nicht gesehen hat, der hat noch einige Gelegenheiten dazu. Weitere Aufführungen sind am 16., 18., 19. und 20. März, jeweils um 19.30 Uhr, in der Schulaula.

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