Cloppenburg Anlässlich ihrer 20-jährigen Zusammenarbeit haben der Geiger Arthur Mildner und der Pianist Ludwig Kleinalstede am Mittwoch ein Kammerkonzert in der Stadthalle Cloppenburg gegeben. Eröffnet wurde der Abend mit der dritten Sonate für Violine und Klavier c-Moll op. 45 von Edvard Grieg. Bereits im Kopfsatz, Allegro molto ed appassionato überschrieben, präsentierten sich die Musiker auf Grund ihres ausdrucksbetonten Spiels als hervorragend harmonierendes Duo. Auch im Mittelsatz, Allegretto espressivo alla Romanza, überzeugten sie mit ihrer ausgefeilten Darbietung. Im Finalsatz, Allegro animato, wird an das Leidenschaftliche des Kopfsatzes angeknüpft, jedoch ohne jene Schwere wie zu Beginn.

Die Konzertankündigung besagte, dass es eine Uraufführung von Kleinalstede geben werde, eine Sonate für Violine und Klavier. Vorab erläuterte er seine Komposition. Das in einem Satz geschriebene Werk gliedert sich in vier Teile. Aus einem Ton beziehungsweise Klang entwickelt sich eine Struktur. Es folgen „akustische“ Wellen, die permanent aufeinandertreffen und sich dabei verstärken. Schließlich münden die Momente der Unruhe und des Dramatischen in eine Ruhephase fast bis zur Stille. Kleinalstedes Werk endet mit einer rhythmisch bewegten und zugleich sehr agilen wie tänzerischen Episode. Dabei wurden Violine und Pianoforte wie schon zuvor in Griegs dritter Violinsonate als gleichberechtigte Partner behandelt. Die anspruchsvolle Partitur gibt beiden Instrumentalisten mehr als dankbare Aufgaben einschließlich technischer Raffinessen wie etwa Flageolettöne auf der Geige, stets alles im Dienste des Werkes. Für ihre Darbietung erhielten Mildner und Kleinalstede großen Applaus.

Der zweite Teil des Abends galt populären Genrestücken. Zunächst erklang die Méditation aus der Oper die „Thaïs“ von Jules Massenet. Dem schlossen sich „Liebesfreud“ und „Liebesleid“ von Fritz Kreisler an. Ebenso gefühlsbetont war die „Melodie“ nach der Arie „Ach ich habe sie verloren“ aus der Oper „Orpheus und Eurydike“ von Christoph Willibald Gluck. Es folgte „Asturias“ aus dem Klavierzyklus „Iberia“ von Isaac Albéniz, eine Crescendo- und Tanz-Toccata, die das temperamentvolle Naturell der Bewohner Asturiens aufleben lässt. Kleinalstede setzte das mit seiner Interpretation um. In einer Bearbeitung für Violine und Klavier folgte aus demselben Klavierzyklus der Titel „Cardiz“. Abermals liefen Arthur Mildner, Violine, und Ludwig Kleinalstede, Klavier, zur Höchstform auf. Als Zugabe brachten Mildner und Kleinalstede den Tango nuevo „Oblivion“ von Astor Piazzolla zu Gehör.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Corona-Update-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.