RAMSLOH Es war der Moment als die Saterfriesen und das Saterland im Blickpunkt der Weltöffentlichkeit standen: Die Jury hatte soeben mitgeteilt, dass die Saterfriesen unter der Registriernummer 91079 als kleinste Sprachinsel der Welt in das berühmte „Guiness-Buch der Rekorde“ aufgenommen wurde. Eine entsprechende Urkunde wurde im April 1990 in einer Feierstunde an den damaligen Bürgermeister der Gemeinde Saterland, Erich Lucassen, überreicht.

Fortan kündete die gerahmte Urkunde im alten Saterländer Rathaus vom Weltmeister-Titel – bis zum Umzug ins neue Domizil in Ramsloh in Jahr 1992. Beim Umzug „wanderte“ der Beweis der sprachlichen Ausnahmestellung des Saterlandes in einen Umzugskarton und wurde mit anderen Utensilien in den Keller des neuen Rathauses verfrachtet. Durch einen Hinweis der Saterfriesin Lenchen Stolle und ihres Sohns Bernd, der vor über 20 Jahren als Schriftführer des Heimatvereins „Seelter Buund“ maßgeblich am Zustandekommen der Rekordvergabe mitgewirkt hatte, ist es zu verdanken, dass die Suche nach der Urkunde aufgenommen wurde.

Zur Freude der Saterfriesen wurde man nun im Ramsloher Rathaus fündig. Für Bürgermeister Hubert Frye stand sofort fest: „Die Urkunde muss an einem besonderen Platz im Rathaus aufgehängt werden.“ Der war schnell gefunden und so hängt die Weltmeister-Urkunde jetzt an der Stirnseite im Ratssaal, genau dort, wo für gewöhnlich der Bürgermeister bei Sitzungen und Empfängen Platz nimmt.

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Gemeinsam mit „Boas“ Heinrich Pörschke vom „Seelter Buund“ machte Hubert Frye Nägel mit Köpfen und hängte das gute Stück jetzt auf. „Die Urkunde ist für uns ein wichtiger Werbeträger für unsere Sprache, die so ins Bewusstsein der Bürger gerückt wird und nicht in Vergessenheit gerät“, freute sich Heinrich Pörschke über die Aktion im Rathaus. Der Weltmeistertitel habe letztlich dafür gesorgt, das die Saterfriesen mit Stolz ihre Sprache sprechen und Kinder und Jugendliche die Sprache lernen.

Thomas Neunaber Barßel/Saterland / Redaktion Münsterland
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