Barßel /Bermuda „Man muss auch mal was Neues machen.“ So lautet das Lebensmotto von Henrike Feldema aus Barßel. Und die 16-Jährige nimmt dieses Motto durchaus ernst. Konkret heißt das: Die Koffer sind gepackt, am Donnerstag geht’s los. Schon früh morgens wird Henrike Felde­ma aus Barßel in Hamburg im Flieger sitzen. Ihr Ziel: die Bermuda-Inseln.

Dort wird die 16-jährige Schülerin ein ganzes Jahr verbringen. „Ich freue mich schon riesig“, sagt die Jugendliche im Gespräch mit der NWZ . Sie sei schon sehr gespannt darauf, was sie in den nächsten zwölf Monaten so erwartet. Wirklich aufgeregt sei sie aber nicht, verrät sie, „das kommt aber bestimmt noch.“

Ab Donnerstag nennt Henrike, die im Sommer die zehnte Klasse am Laurentius-Siemer-Gymnasium in Ramsloh abgeschlossen hat, die Bermuda-Inseln ihr neues Zuhause. Möglich gemacht hat das der Serviceclub Rotary, der jungen Menschen unterschiedliche Austauschprogramme ermöglicht. In ihrem Fall kam der Kontakt über den Friesoyther Heiner Neuenstein vom Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück zustande (siehe auch Info-Kasten).

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„Man wird im Vorfeld sehr gut auf die Reise vorbereitet“, sagt die 16-Jährige. Untergebracht ist sie zunächst bei einer Gastmutter in Somerset. Zum Programm gehört aber, dass man während des Aufenthaltes mehrmals die Familie wechselt. Es ist auch kein einjähriger Urlaub, wie man vielleicht vermuten könnte. Sie wird nämlich ganz normal die Schule besuchen und am alltäglichen Leben der Gastfamilie teilnehmen. Obwohl: Ganz normal wird der Schulbesuch nicht sein. „Ich werde auf eine Mädchenschule gehen und eine Schuluniform tragen. Daran muss ich mich bestimmt erst noch gewöhnen“, sagt die junge Barßelerin.

Außerdem wird Henrike nicht nur die Möglichkeit bekommen, ein neues Land, seine Bevölkerung und Lebensgewohnheiten sowie seine Kultur kennenzulernen, sie soll auch als Botschafterin im Gastland über ihre Heimat berichten. So jedenfalls sieht es das Austauschprogramm von Rotary vor. „Ich werde an Rotary-Meetings teilnehmen, dort einen Vortrag halten und auch zu einer Rotary-Versammlung nach New York fliegen. Das wird bestimmt eine spannende Erfahrung“, sagt sie. Die Amtssprache auf den Bermudas ist Englisch und für sie nach eigenem Bekunden kein Problem.

Bermuda-Inseln haben 65 000 Einwohner – Rotary bietet viele Austauschprogramme

Die Inselgruppe Bermuda liegt im Atlantik, ist etwa 1000 Kilometer von der Ostküste der USA entfernt und besteht aus 360 Koralleninseln, wovon nur etwa 20 bewohnt sind. Die Insel Grand Bermuda ist mit 39,3 Quadratkilometern mit Abstand die größte (Zum Vergleich: Sylt erstreckt sich auf 99 Quadratkilometern). Die Hauptstadt ist Hamilton. Im Nordwesten grenzen Somerset Island und im Nordosten Saint George’s Island an die Hauptinsel. Insgesamt leben knapp 65 000 Menschen auf Bermuda. Die Amtssprache ist Englisch.

Rotary-Jugenddienst: Rotary bietet für junge Menschen unterschiedliche Möglichkeiten, an Jugendaustauschprogrammen teilzunehmen. Diese reichen von 14-tägigen Sommercamps über drei- bis sechswöchige Kurzaustausche bis hin zum Jahresaustausch. Und das jeweils in aller Welt. Wer Interesse an einem Austauschprogramm hat, kann sich direkt an Rotary wenden. So steht zum Beispiel der Friesoyther Heiner Neuenstein vom Rotary Club Cloppenburg-Quakenbrück für Informationen zur Verfügung (Telefon  04491/3749).

    www.rotary-jugenddienst.de

In ihrer neuen Wahlheimat wird sie auch auf drei andere Austauschteilnehmer treffen, die aus Brasilien, Taiwan und Argentinien kommen. „Auf die drei freue ich mich schon sehr. Zur Brasilianerin habe ich auch schon Kontakt aufgenommen“, sagt Henrike.

Ihre Eltern Sonja (47) und Andreas (51) Feldema unterstützen ihre Tochter nach Kräften. Schließlich sind sie vom Austauschprogramm überzeugt. „Aber natürlich sind wir auch traurig, dass sie für ein Jahr weg ist“, sagt die Mutter. Und auch Steffen (14) wird seine Schwester sehr vermissen. Gleichzeitig ist Familie Feldema gespannt darauf, wer im Gegenzug zu ihr nach Barßel kommt. Denn während ihre Tochter weg ist, haben sich Feldemas verpflichtet, in dieser Zeit selber junge Leute aufzunehmen – aus Chile, Mexiko und den USA.   An dieser Stelle werden Sie künftig mehr von Henrike Felde­ma lesen. Die junge Barßelerin wird in den nächsten zwölf Monaten nämlich regelmäßig in der Nordwest-Zeitung von ihren vielen Erlebnissen auf der Atlantik-Insel und von ihren Reisen auf dem Festland berichten.

Carsten Bickschlag Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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