Harkebrügge Sie sind rund, schmecken gut und können ziemlich große Ausmaße annehmen. Kein Zweifel mehr – es ist vom Kürbis die Rede. Mit den ganzen Freuden dieses Gemüses feiert die Ortsgruppe Harkebrügge der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) jetzt ihren Geburtstag. Seit 90 Jahren ist die Gruppe nun in Harkebrügge aktiv und lädt die ganze Bevölkerung für kommenden Sonntag, 1. Oktober, zu einem großen Kürbisfest rund um das Pfarrheim in Harkebrügge ein.

„Alle fünf Jahre feiern wir ein Fest und suchen uns dafür ein bestimmtes Motto aus. Nach beispielsweise dem Apfel- und Kartoffelfest sind in diesem Jahr die Kürbisse an der Reihe. Gleichzeitig wollen wir nach 90 Jahren die lange Geschichte der KAB in Harkebrügge feiern“, sagt Heinz Frerichs von der KAB-Ortsgruppe. In seinem kleinen Archiv hat er sich intensiv mit der Geschichte der KAB in Harkebrügge befasst. 1927 gründete Heinrich Neumann die Ortsgruppe. „Eigentlich war das Arbeiter-Milieu eher in den Städten zu Hause. Es war schon etwas besonderes, dass wir hier auf dem Land in Harkebrügge eine eigene Ortsgruppe bekamen“, freut sich Frerichs. Galt bis dahin der sozialdemokratische Hintergrund der Arbeiter-Bewegung eher als unvereinbar mit der katholischen Kirche, sorgte die neue KAB genau für das Gegenteil.

Nach der Zwangsauflösung in der Zeit des Nationalsozialismus’ gründete sich die Ortsgruppe schon 1949, ebenfalls durch Heinrich Neumann, neu. „Von damals habe ich immer noch das alte Kassenbuch. Nur die Mitgliedsbeiträge haben sich leicht verändert – damals musste man ganze 80 Pfennig zahlen“, berichtet Frerichs.

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Doch eine Eigenschaft der KAB hat sich in den 90 Jahren nicht geändert: Die Ortsgruppe war immer bereit, anderen Menschen zu helfen und viel Geld an karikative und örtliche Zwecke zu spenden. „Seit über 40 Jahren sammeln wir zum Beispiel die ausgedienten Tannenbäume im Ort ein. Der Erlös dabei geht zu 100 Prozent an wohltätige Zwecke, wie zum Beispiel der Honduras-Hilfe der KAB“, so Frerichs.

Jetzt hofft die KAB natürlich, aktuell sind es 104 Mitglieder, dass auch alle Empfänger der Spenden am Sonntag beim großes Kürbisfest dabei sein werden. „Den Besuchern wird es auf jeden Fall an nichts mangeln. Wir haben an alles gedacht“, so Frerichs. Das Fest beginnt um 11 Uhr mit einem Erntedankgottesdienst der Landjugend Harkebrügge in der Pfarrkirche. Im Anschluss, gegen 12 Uhr, ist das Mittagessen geplant. Natürlich gibt es Kürbissuppe sowie Kartoffelpuffer und Bratwurst. Ab 14 Uhr startet dann die große Kaffetafel mit Kürbisstuten. Zwischendurch können sich die Großen am „Hau den Lukas“ versuchen und die Kleinen Karussell fahren oder das neue Spiel „Rattenfalle“ ausprobieren.

Höhepunkt werden die Preisverleihungen ab 16 Uhr sein. „Die Klassen der Grundschule haben jeweils drei Bilder mit Kürbismotiven gemalt. Die besten werden mit Buchpreisen ausgezeichnet“, so Frerichs. Danach wird der dickste Kürbis gewogen und ausgezeichnet. „Wir haben beim Maigang Kürbispflanzen verteilt. Jeder konnte im heimischen Garten seine eigenen Kürbisse anbauen“, berichtet Frerichs. Und der erste Preis lohnt sich: Eine Familienkarte für den Tier- und Freizeitpark in Thüle wartet auf den Sieger.

Heiner Elsen Friesoythe / Redaktion Münsterland
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