Sedelsberg Nur noch zwei Jahre, dann kann die Theatergruppe Sedelsberg bereits ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Ihr erstes plattdeutsches Stück „Een Huusslachter in de Kniep“ führte die Gruppe 1998 auf. „Damals war noch Johann Meyer Regisseur“, sagt Gaby Brosig von der Theatergruppe. Seit dem Jahre 2009 führt Theo Schmidt bei den Stücken Regie.

So auch bei „Verdreihtet Diamantenroulette“, das am 13. Januar im Canisiushaus Premiere feiert. Seit September wird dort fleißig geprobt, anfangs einmal in der Woche, jetzt in der heißen Phase zweimal. Zwölf Laiendarsteller werden auf der Bühne stehen. Zum ersten Mal dabei ist Patrick Lammers, der den Hausmeister Ernst spielt. Dieser möchte lieber mit seiner Chefin anbandeln, als sich um Reparaturarbeiten in der psychiatrischen Anstalt zu kümmern, in der das Stück spielt. Dabei konnte der 24-Jährige aus Sedelsberg kein Wort Plattdeutsch. Eine Schwierigkeit besteht zudem darin, dass Platt überall anders gesprochen wird.

„Wir helfen Patrick dann dabei, dass er alles so ausspricht, wie wir es hier sprechen“, sagt Brosig. Und Marion Lüchtenborg, die die angehende Ärztin Daisy spielt, fügt hinzu: „Er ist sehr fleißig.“

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Plattdeutsch zwar verstehen, aber nicht sprechen konnte Verena Lübbers, die in diesem Jahr neu als Souffleuse dabei ist. Aber „man wächst da rein. Die anderen helfen einem und ich kann Wörter nachfragen“, sagt die 27-jährige Sedelsbergerin. Ihr mache der neue „Job“ richtig viel Spaß. „Die Theatergruppe ist so ein toller Verein. Darum bin ich eingetreten“, sagt Lübbers über ihre Motivation. Vor der ersten Aufführung werde sie bestimmt nervös sein, schaut sie voraus.

Aufführungen und Karten

Premiere des Stücks „Verdreihtet Diamantenroulette“ von Martina Röhrich, ins Plattdeutsche übersetzt von Wolfgang Binder, ist am Freitag, 13. Januar mit Kaffee und Kuchen. Beginn ist um 14.30 Uhr. Weitere Aufführungen finden statt am Sonntag, 15. Januar, um 10 Uhr (Karten nur im Vorverkauf erhältlich); Freitag, 20. Januar, um 19.30 Uhr; Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr sowie Samstag, 4. Februar, um 19.30 Uhr. Gespielt wird jeweils im Canisiushaus an der Kaplan-Meyer-Straße 3 in Sedelsberg.

Karten mit Sitzplatzreservierungen gibt es im Vorverkauf beim Elektrohaus Theo Schmidt in Sedelsberg zu erwerben. Zudem gibt es eine Abendkasse.

Die Rollen: Stationsärztin Frau Dr. Beerboom (Maria Fründt), Krankenschwester Hildegard (Roswitha Brand), Ärztin Daisy (Marion Lüchtenborg), Putzfrau Svetlana (Nicole Brinkmann), Hausmeister Ernst (Patrick Lammers), Ganoven Rudi (Konrad Focken), Klaas (Walter Wassermann) und Karla (Ingrid Waten), Rudis Tochter Frauke (Gaby Brosig), Juwelier Pancratz (Matthias Kösters), Polizist Alexander Bachmann (Horst Waten), Patientin Stefanie (Stephanie Lindemann). Regisseur ist Theo Schmidt.

Neben Souffleuse, Regisseur und den Spielern gibt es auch noch Personen, die bei der Bewirtung bei den Aufführungen unterstützend tätig sind. Als Malerin unterstützt Simone Meyer die Gruppe beim Bühnenbild. Die Technik „macht jeder ein bisschen“, sagt Brosig. Vor allem aber Regisseur Schmidt.

Wonach die Stücke ausgesucht werden, sei jedes Mal unterschiedlich, erzählt Lüchtenborg. Dieses Mal sollten viele Personen mitspielen können und es sollte in der heutigen Zeit spielen. So gebe es dieses Mal auch keine richtige Hauptrolle, wie Brosig sagt. Fast jede Rolle habe einen ähnlich großen Sprechanteil.

Bereits beim Lesen eines Stücks überlege sie sich, wer in welche Rolle passt, sagt Lüchtenborg. Natürlich dürfe dann aber auch getauscht werden, wenn jemand unzufrieden ist. Lammers auf jeden Fall ist es nicht. „Die Rolle ist ganz witzig. Es ist ja auch ein besonderer Hausmeister“, sagt er. Wie besonders, können Interessierte bei der Premiere am 13. Januar erfahren, wo es in der psychiatrischen Anstalt durch Ganoven und allerlei Personal reichlich chaotisch zugehen wird.

Tanja Mikulski Friesoythe / Redaktion Münsterland
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