CLOPPENBURG CLOPPENBURG/EB - Das Theaterforum Cloppenburg startet morgen in die Spielzeit 2006/ 2007. Zur Premiere wird ab 20 Uhr in der Aula des Clemens-August-Gymnasiums Max Frischs Klassiker „Homo Faber“ aufgeführt. Dieser ist als Erstaufführung der Bühnenfassung von Lars Helmer in einer Inszenierung der Burghofbühne Dinslaken zu sehen. Thorsten Weckherlin, Intendant der Burghofbühne – Landestheater im Kreis Wesel, besorgte die Inszenierung, die musikalische Leitung hat René Lozynski.

Zum Inhalt: Hauptperson ist Walter Faber, Schweizer, Ingenieur bei der Unesco, Rationalist (gespielt von Michael Marwitz). Nach einer Notlandung in der mexikanischen Wüste lernt er Herbert Hencke (Josef Hofmann) kennen, den Bruder seines Studienfreundes Joachim, mit dem Fabers Jugendliebe Hanna einst verheiratet war. Mit Herbert gründet Faber eine Art Zweckgemeinschaft, um den vor Jahren im guatemaltekischen Dschungel verschollenen Joachim zu finden. Sie finden ihn tot in seiner Hütte. Er hat sich erhängt.

Zurück in New York trennt sich Faber von seiner Freundin Ivy (Olga Feger) und beschließt wegen seiner jüngsten Erfahrung mit der Luftfahrt, eine bevorstehende Europareise mit dem Schiff zu machen. Dort lernt er die junge Sabeth (Lena Münchow) kennen und verliebt sich in sie. Diese wollte eigentlich per Autostopp zu ihrer Mutter nach Griechenland reisen, doch Faber leiht sich ein Auto, nimmt unbezahlten Urlaub und fährt mit seiner neuen Liebe quer durch Europa. Dabei kommen sie sich näher, und das Unglück nimmt seinen Lauf. Denn Sabeth ist Fabers Tochter.

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Der 1991 verstorbene Max Frisch arbeitete von 1955 bis 1957 an seinem Roman, den er schlicht „Bericht“ nannte. Dabei sind die Reflexionen Fabers geprägt von einem Tagebuchcharakter, in dem – passend zu seiner Persönlichkeit – eine trockene, technisch geprägte, nahezu klinische Sprache vorherrscht. Gefühle sind ihm fremd, darüber zu sprechen ist ihm ein Gräuel.

Das Stück ist ein grandioses Sittenbild seiner Zeit und gleichzeitig Zeugnis des modernen Lebens, des Lebens eines Homo fabers, eines wissenden Menschen. Erzählt wird dessen Lebenschronik ohne falsches Sentiment, ohne den Trost der Tragödie und trotzdem voller tragischer Züge.

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