Garrel Das Bühnenbild steht, die Kostüme sind ausgewählt, die Texte sitzen – schon am Freitag, 28. Februar, starten die Laienschauspieler der Spälkoppel vom Gemeindejugendring Garrel um 15 Uhr ihre Premiere des Dreiakters „Üm’d Eck bi Trude“ im Forum der Garreler Oberschule.

„De verlotterte Kiosk is de Liem, de den Kiez tosoamehollt“, zitiert Regisseurin Inge Deeken eine Passage aus dem Stück. „Das bringt es genau auf dem Punkt!“ Der Zusammenhalt auf dem Kiez ist Hauptthema des diesjährigen Stücks. Obendrein sei der Dreiakter aus der Feder von Bernd Kietzke, der von Wolfgang Binder ins Plattdeutsche übersetzt wurde, sehr aktuell: Thematisch behandele es auch hoch gehandelte Grundstücke und die Tatsache, dass schwer an Bauplätze heran zu kommen ist. „Die vielen Charaktere vom Kiez machen das Stück außerdem aus“, wirft Laienschauspielerin Claudia Göken-Grotjan ein. „Es sind einfach Unikate!“

In den letzten Proben vor der Premiere geht es nur noch um den „letzten Feinschliff“, so Deeken. Gestik, Mimik und Maske – alles muss passen. „Wir haben wieder ein tolles Team und freuen uns auf die Premiere am Freitag“, sind sich die Laienschauspieler einig.

Karten

sind an folgenden Vorverkaufsstellen für sechs Euro erhältlich: Raum & Design Deeken, Raiffeisenstraße 5, Mobifix, Gutenbergstraße 5, LVM Versicherungen, Hauptstraße 77.

An der Abendkasse werden sieben Euro gezahlt.

Die 22-jährige Andrea Crone ist das Küken und neu im Team. Ihr war eigentlich der Part der Souffleuse zugeordnet worden, damit sie das Lesen der plattdeutschen Texte kennenlernt. Dies klappte aber so gut, dass aufgrund spontaner Veränderungen doch eine Rolle für sie heraussprang. Die anderen zwei Neulinge im Team der Spälkoppel sind eigentlich „alte Hasen“. Nach 15 Jahren Pause kehren Anke und Heinz Josef Rolfes zurück und freuen sich auf neue Herausforderungen.

Zum Inhalt: Oberflächlich betrachtet, ist „Trudes Bude“ nur ein schäbiger Kiosk in einem etwas heruntergekommenen Wohngebiet. Genau genommen ist es aber der Mittelpunkt, die Seele des Viertels. Trude ist Zuhörer, Ratgeber, Streitschlichter und, wenn es sein muss, auch Liebesbote. In diese letzte Bastion zwischenmenschlicher Begegnungen platzt die Nachricht, dass der Kiosk einem ehrgeizigen Bauprojekt weichen soll. Eigentlich ein klarer Fall, denn die Besitzverhältnisse sprechen gegen Trude. Aber weder die gierige Erbin des Grundstücks noch der durchtriebene Investor haben mit dem erbitterten Widerstand der „Trudianer“ gerechnet, die ihr „Zuhause“ bedroht sehen.

„Es wird kein Auge trocken bleiben“, verspricht Regisseurin Inge Deeken. Gespielt wird neben der Premiere außerdem am Sonntag, 1. März, um 9.30 Uhr als Frühstückstheater (17 Euro), am Samstag, 7. März um 20 Uhr sowie am Sonntag, 8. März um 18 Uhr, am Samstag, 14. März um 20 Uhr und zu guter Letzt am Sonntag 15. März um 18 Uhr. Alle Aufführungen finden im Forum der Oberschule Garrel statt.

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