Garrel Kammermusik bezeichnete früher Musik, die für die fürstliche Kammer bestimmt war, für einen kleinen Rahmen also und nicht für den Kirchenraum. Die Definition trifft es heute nicht mehr, wird sie doch auch in größeren Konzertsälen gespielt.

Zurück zum Ursprung präsentiert der Kunst- und Kulturkreis Garrel am kommenden Sonntag, 28. April, 17 Uhr, ein Wohnzimmerkonzert im Hause von Aschwege. Den Rahmen bietet das schöne Ambiente des Hauses von Lucia von Aschwege, Weidenweg 2, in Garrel, das als Ferienhaus genutzt wird.

Eine Gruppe aus fünf Musikstudenten wird den Abend musikalisch gestalten. Mit dabei ist der Garreler Malte Bu­schen­lange (19). Er studiert im zweiten Semester Bratsche an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Boris Faust. Mit sechs Jahren war er zunächst mit der Geige angefangen. Unterricht hatte Malte Buschenlange bis zum vergangenen Jahr bei Arthur Mildner in Cloppenburg. Im Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester, im Bremer Jugendsinfonieorchester oder auch im Jugendsinfonieorchester des NDR spielt Bu­schenlange mit, er war im vergangenen Jahr mit Musikstudenten aus Hannover bei einem Festival in Frankreich. Dass er auch ein ausgesprochen guter Sänger ist, beweist sein Mitwirken im Kammerchor der Hochschule, mit dem er jüngst gemeinsam mit dem NDR-Chor im Radio live zu hören war. Der Chor wird demnächst beim internationalen Chorwettbewerb in Irland an den Start gehen.

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An der Seite von Malte Buschenlange in Garrel werden am Sonntag Sinah Grünkorn (Geige), Fionah Helbing (Geige), Isaac Martinez Mederos (Klavier) und Laura Reecasens Duran (Cello) musizieren. Sie werden zwei Klavierquartette zu Gehör bringen: Mozarts 2. Klavierquartett in Es-Dur und Brahms Klavierquartett Nr. 3 in C-Moll. Für die Zweitsemester wird das Konzert in Garrel die Premiere in dieser Zusammenstellung sein.

Das Besondere: Die Besucher seien sehr nah dran, betont Detlev Buschenlange, der das Konzert mitorganisiert. Die Musiker auf der anderen Seite erfahren die Reaktionen des Publikums ebenfalls direkt und spüren den Kontakt.

Ziel sei es, die klassische Musik dem Garreler Publikum näher zu bringen – „im Interesse der klassischen Musik“, betont Detlev Buschenlange. Denn sie führe in der Gemeinde ein Nischendasein. Deshalb soll das Konzert auch eine Fortsetzung finden – wie und wo, steht noch nicht fest.

Wer keine Karte für Sonntag – die sind längst vergriffen – erhalten hat, muss sich also gedulden.


     www.kultur-garrel.de 
Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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