Garrel Wenn die Garreler Jagdhornbläser zu ihrem großen jagdmusikalischen Wochenende auf den Bauernhof von Ralf und Hermann Bley nach Garrel laden, wird am Sonntag, 10. September, auch ein Hofgottesdienst ab 10.45 Uhr mit Pfarrer Paul Horst gefeiert. Dieser wird als Hubertusmesse gefeiert. Doch was ist das eigentlich?

Das erklärt Hornmeister Josef Bruns: „Die Hubertusmesse ist das Gebet der Jäger“, so Bruns. Der Heilige Hubertus ist Schutzpatron aller Waidmänner. In der Messe wird um Gottes Hilfe und Schutz gebeten. Dazu wird der „Kirchraum“, also der Bley-Hof, mit Utensilien aus Wald und Flur geschmückt. In der Messe erklingt das Jagdhorn, das sich von Signal- zum Musikinstrument entwickelt hat. „Die Garreler Jäger sagen Danke für die Gaben der Natur. Zugleich möchten sie die damit verbundene Verpflichtung zu ethisch verantwortungsvollem Jagen zum Ausdruck bringen“, so Josef Bruns.

Gespielt wird überwiegend Musik aus der „Steirischen Jägermesse“. Diese sei in der hiesigen Region eher unbekannt. In den Besitz der Noten war Bruns über Kontakte zu Musikern nach Bayern und Österreich gekommen.

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Wer war der Heilige Hubertus? Der soll der Legende nach an einem Karfreitag mit seinem lauten Tross zur Jagd gezogen sein. Seine Gattin flehte ihn noch an, den Todestag des Herrn nicht zu entweihen. Doch ließ sich Hubertus davon nicht abhalten, wenngleich ihn diese Warnung rührte. So sprengte er durch Wald und Wiese und verfolgte einen prächtigen Hirschen. Als Hubertus auf ihn anlegte, blieb der Hirsch plötzlich stehen, wendete sich zu ihm um und mitten in seinem Geweih erschien ein strahlendes Kreuz und eine Stimme ertönte: „Hubertus, ich erlöse dich und dennoch verfolgst du mich?“ Hubertus warf sein Gewehr beiseite und flehte Gott um Erbarmen an. Dann erbaute er eine Hütte aus Baumzweigen und Schilf und führte abgeschieden von der Welt ein bußfertiges Leben.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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