Garrel Den Bienen auf der Spur war die Gruppe Mann ü 60. Auf dem Moorgut Rote Erde informierte René Tangemann über die Imkerei und gab dabei viele Insider-Informationen weiter. Der Imker hat vor fünf Jahren mit seinem Hobby angefangen. Aus ehemals zwei Stöcken wurden deutlich mehr. Alle stehen im näheren Umkreis des Gehöftes. Vom „Bienen-Tourismus“ hält Tangemann nichts. Wenn die Bienenstöcke zu verschiedenen Standorten gefahren werden, sei das eine große Belastung für Bienen. Dem Imker gehe es dabei um viel Honig, das Wohl der Tiere bleibe auf der Strecke.

Darum erntet René Tangemann auch keinen Sortenhonig, zum Beispiel Raps. Aus seinen Bienenstöcken holt er im Mai die Frühtracht und im Juli die Sommertracht. Danach wird kein Honig mehr gewonnen. Bereits im Sommer beginnt er mit der Vorbereitung auf den Winter. „Sonntag ist Bienentag“, sagte der Imker den Männern und machte so den Zeitaufwand deutlich, den die Imkerei verlangt. Da müsse die Familie das Hobby schon mittragen.

Die Königin gebe jeden Tag bis zu 2000 Eier ab. Darum müsse er das Thema „Bienensterben“ relativieren. In kürzester Zeit sei der Tod der Bienen, der immer gegenwärtig sei, durch den Nachwuchs kompensiert. Darum könne man nicht vom Bienensterben sprechen. Die Bienenwelt und überhaupt die Natur seien sehr komplex. Bei der Suche nach den Verursachern von Bienen- und Insektensterben, er rede lieben vom Schwund, nur die Monokultur zu nennen, sei falsch. Er lasse seinen Honig regelmäßig untersuchen. Dabei sei noch nie ein giftiger Rückstand, der durch Spritzmittel verursacht sei, analysiert worden.

Werde ein Bienenstock von der Varroa-Milbe befallen, sei das ein Zeichen für eine ungenügende Pflege. Er habe im letzten Winter nur ein Prozent seiner Bienenvölker verloren. Bis zu drei Kilometer fliegt die Biene auf der Suche nach Nektar aus, pro Stock gebe es bis zu 30 Kilogramm Honig.

Manches erstaunte Gesicht gab es bei der Probe des Honigs, der nicht flüssig, sondern fest ist. Nur erwärmter Honig sei flüssig, erklärte René Tangemann. Durch das Erwärmen verlöre der Honig aber viele seiner Inhaltsstoffe. Das werde aber etwa von Hotels und Cafés, die flüssigen Honig zum Frühstück anbieten, in Kauf genommen. Und noch eine Erkenntnis gab der Imker weiter: Honig im heißen Tee und in heißer Milch verlöre wichtige Inhaltsstoffe. Viele Fragen der Gäste rund um die Bienen und den Honig zeigten das Interesse der Männer ü 60 und brachten ihnen viele Informationen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.