Heimatverein
Gästeführer entführt in die Geschichte

Bild: Rolf Tapken
Hinter dem Denkmal des Ausrufers steht der kostümierte Gästeführer, der der Garreler Gruppe die Sehenswürdigkeiten von Neustadtgödens erklärte.Bild: Rolf Tapken
Keine Freiartikel mehr in diesem Monat.

Bereits NWZ-Abonnent?

Jetzt anmelden

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Noch nicht registriert?

Als Abonnent der Nordwest-Zeitung und des NWZ-ePapers haben Sie den vollen Zugriff nach einmaliger Freischaltung bereits inklusive!

Zugang freischalten

Garrel Auf einer Halbtagesfahrt erkundeten jetzt 30 Heimatfreunde aus Garrel den Park beim Wasserschloss Gödens und den benachbarten Ort Neustadtgödens.

Das Schloss in seiner heutigen barocken Ansicht stammt aus dem Jahr 1671, nachdem der Vorgängerbau abgebrannt war. Das Wasserschloss Gödens steht seit Jahrhunderten im Besitz adliger Familien und bildete als Mittelpunkt das herrschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der „Herrlichkeit Gödens“.

Durch Einheirat gelangte das Schloss 1746 in den Besitz der Grafen von Wedel, deren Nachkommen noch heute in dem wunderschönen Schloss wohnen. Die Besitzer der Herrlichkeit warben im 16. Jahrhundert durch religiöse Toleranz viele Glaubensflüchtlinge in eine Planstadt, die nach dem Herrschaftssitz Gödens die Bezeichnung Neustadt Gödens erhielt. Unter den ersten Siedlern waren vor allem mennonitische Glaubensflüchtlinge.

In der ehemaligen Mennonitenkirche – im Neustädter Stübchen – stärkten sich die Garreler mit Schnittchen, Kaffee und Tee. Für Norddeutschland ist es einzigartig, dass in einem relativ kleinen Ort fünf Gotteshäuser verschiedener Konfessionen (lutherisch, reformiert, katholisch, jüdisch, mennonitisch) nebeneinander existieren konnten. In Begleitung eines kostümierten Gästeführers wurden diese Kirchen und weitere historische Sehenswürdigkeiten besichtigt.

Bemerkenswert ist, dass die St.-Josefs-Kirche im Jahr 1715 die erste katholische Kirche in Ostfriesland nach der Reformation war. Allerdings gehört Neustadtgödens seit der Verwaltungsreform 1972 nicht mehr zu Ostfriesland, sondern zu Oldenburg.

Das könnte Sie auch interessieren