Cloppenburg Es war das Jahr 1297 als Cloppenburg erstmals urkundlich erwähnt wurde, und zwar bei einem Grundstückstausch. Damals ließ Graf Otto III von Tecklenburg auf einem Hof in Hemesburen (Hemmelsbühren) die Cloppenburg erbauen. Nur ein Mosaikstein in der Geschichte der Stadt, mit dem die Stadtführerinnen vom Zweckverband Erholungsgebiet Thülsfelder Talsperre bei ihren Streifzügen aufwarten, wenn sie mit Interessierten durch die Straßen schlendern.

Jedes Jahr aufs Neue wird ein abwechslungsreiches Programm von den Gästeführerinnen zusammengestellt – doch wie läuft das? Und hat das Angebot noch Zukunft? Die NWZ  hat nachgefragt und bei Geschäftsführerin Maria Oloew und den Gästeführerinnen Rita Müller und Hannelore Warmhold erfahren, dass die Führungen sehr gut laufen. Alle drei sind schon lange im Geschäft, wissen um Kirchen, Kommunen und Natur, sie kennen ihre Region.

„Im Grunde“, sagt Oloew, „kann jede der 13 Gästeführerinnen jede Führung im Kreis machen.“ Doch jede von ihnen habe auch ein oder zwei Spezialgebiete. „Der einen liegt halt die Natur mehr am Herzen, der anderen die Kirchen oder die Stadtgeschichte“, sagt Oloew. Was allen Gästeführerinnen gemein sei: Die Leidenschaft für ihre Aufgabe.

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Der Zuspruch für die Angebote spricht derweil für sich: Noch nie stand eine Gästeführerin bei den weit mehr als 100 Führungen im Jahr ohne Besucher da – auch nicht bei Veranstaltungen, für die keine Anmeldung vonnöten war. „Manchmal sind es zwar nur fünf Teilnehmer, dann aber auch wieder 34“, berichtet Hannelore Warmhold. Mal sei der Zuspruch trotz 30 Grad Sommerhitze groß, dann wieder bei zehn Grad Minus. „Man weiß nie, was einen erwartet“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Und jede Führung sei anders, je nach dem Interesse der Teilnehmer.

Ihr umfangreiches Wissen – ob nun über Kirchengeschichte, außergewöhnliche Begebenheiten oder Flora und Fauna – eignen sich die Gästeführerinnen selbst an, recherchieren, kümmern sich um Fakten. Dabei bauen sie auf ihrer Ausbildung zur Gästeführerin auf. Darüber hinaus stehen immer wieder Fortbildungen auf dem Programm. Ausgefallene Führungen, so etwa Touren „Zur Königin der Düfte“ oder „Steine erzählen Geschichte“ haben sie ihrer Kreativität zu verdanken. „Das fällt uns ganz spontan ein“, sagt Rita Müller. Ebenso die Kostümführungen. Die Kostüme setzen sie aus ihrem eigenen Fundus zusammen. Und so sieht man immer mal wieder Hannelore Warmhold als Nachtwächter durch die Gassen Cloppenburgs schlendern, während Rita Müller gemeinsam mit Ilse Heidemann als Duo „Marthe und Fine“ für Begeisterung sorgt.

Doch bei aller Show bleibt der eigentliche Sinn der Führungen, die Wissensvermittlung immer im Fokus. „Und mancher Teilnehmer ist richtig überrascht, wie viel wir berichten können“, so Oloew.

Anuschka Kramer Redakteurin / Redaktion Westerstede
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