Garrel Das kollektive Gedächtnis Garrels aufbauen – dieser Aufgabe hat sich der Heimatverein Garrel verschrieben. Bilder, Schriften, Bücher, Notizen – die Mannschaft um den Vorsitzenden Günther Buschenlange ist ständig auf der Suche nach Dokumenten, um die Geschichte der Gemeinde aufzuarbeiten und für die Nachwelt festzuhalten. Und davon muss es eine Menge geben, schließlich wird Garrel unter der Bezeichnung „Gerdel“ erstmals in einem amtlichen Steuerregister aus dem Jahre 1473 erwähnt. Die Gemeinde dürfte jedoch weit älter sein.

Einen wahren Fundus an Bildern, Aufzeichnungen, Büchern und vielem mehr hat Günther Buschenlange jetzt aus dem Nachlass des verstorbenen Gemeindedirektors a.D. Franz Wiese erhalten. Er war lange Jahre Vorsitzender des Heimatvereins und wurde schließlich zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Heimatgeschichte lang Franz Wiese immer sehr am Herzen, bestätigen auch die unzähligen Kisten, Ordner und Kartons, die jetzt im Archiv des Heimatvereins an der Böseler Straße stehen und liegen.

„Das muss alles durchgearbeitet und erfasst werden“, schildert Günther Buschenlange die Arbeit. Einen ersten Schwung an Unterlangen hatten die Heimatfreunde bereits vor einigen Monaten in das Archiv geholt und geordnet. Christina Lamping hatte die Unterlagen in den Ferien gesichtet.

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„Schätze“ befinden sich in dem Nachlass, vieles penibel beschriftet. So gibt es etwa ein Bild vom Festumzug anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Kirchdorfs Beverbruch im Jahre 1937. Und auch eine alten Ansicht des Thoben-Hauses an der Sager Straße, das früher Lebensmittelgeschäft war. Luftaufnahmen etwa von der alten Raiffeisen-Genossenschaft liegen neben einem Bild eines früheren Gemeinderats. Auch alte Tonbänder und Dias hat Franz Wiese gesammelt, und alte Schulbücher.

„Spätere Generationen werden womöglich froh sein, dass wir diese Aufgabe übernommen haben“, ist Heimatvereins-Vorsitzender Günther Buschenlange überzeugt, ist sich aber auch sicher: „Das ist eine Lebensaufgabe.“ Platz bietet derzeit das Archiv des Heimatvereins im Gebäude an der Böseler Straße noch ausreichend. Günther Buschenlange hofft, dass mehr Menschen sich melden, bevor sie alte Dokumente etwa von Verstorbenen einfach entsorgen. So soll das Gedächtnis der Gemeinde Garrel immer weiter wachsen.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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